Cybersicherheit: US-Behörden warnen vor Hackerangriff auf Siemens-Technik
Frankfurt. Geräte des Münchener Technologiekonzerns Siemens zur Steuerung von Infrastruktursystemen könnten nach Einschätzung von US-Behörden Ziel von Hackerangriffen werden. Man warne vor einer „aktiven Bedrohung“ für alle speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) der Siemens-Serie S7, hieß es am Mittwoch. Ein erfolgreicher Angriff könne zur Unterbrechung kritischer Prozesse, zu Sicherheitsvorfällen oder zu Anlagenschäden führen, erklärten unter anderem die Nationalen Sicherheitsbehörde (NSA), die Cybersicherheitsbehörde CISA und das FBI in einer gemeinsamen Mitteilung. Betroffen seien Anlagen in den Bereichen Energie, Wasser- und Abwasserwirtschaft, Chemie, Lebensmittel und Landwirtschaft. Eine Stellungnahme von Siemens lag zunächst nicht vor. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund zahlreicher Cyberangriffe auf örtliche Wasserversorgungssysteme in mehreren US-Bundesstaaten in den vergangenen Wochen. Experten vermuten, dass die Angriffe mit dem Iran in Verbindung stehen.