Daniel Brühl spricht über Zukunft seiner Kinder: „Ängstlich und wütend“
Er ist ein Wanderer zwischen den Welten. Hollywood-Star Daniel Brühl (48, „Im Westen nichts Neues“) lebt mit seiner Frau Felicitas (38) und seinen drei Kindern (10, 6 und 2) abwechselnd in Berlin und Barcelona (Spanien). Für sein langjähriges Engagement für die europäische Idee wurde er am Montagabend in Berlin mit dem ersten European Future Award ausgezeichnet.
Daniel Brühl zu BUNTE.de: „Ich kann jetzt gar nicht anders, als mich mit meinen Mitteln weiter zu engagieren, weil ich Kinder habe. Für die ich will, dass da auch wieder eine bessere und rosigere Zukunft in Europa eintritt.“
Daniel Brühl will Pendeln zwischen Ländern nicht aufgeben
Der Filmemacher weiter: „Man ist mitunter heutzutage schon ein bisschen sprachlos, ratlos, manchmal verzweifelt, manchmal wütend und man resigniert auch. Und dann ist es aber wichtiger denn je in diesen stürmischen Zeiten, das schnell zu überwinden und weiterhin alles dafür zu tun – jeder für sich in seinem Bereich – wie man kann, um die europäische Demokratie zu schützen und zu stärken.“
Das Pendeln zwischen den Ländern möchte Brühl nicht aufgeben: „Das habe ich schon mein Leben lang gemacht – sogar mit Ausflügen nach Frankreich, weil da wir da auch noch Familie haben. Ich bin Europäer und wurde in ein Zeitfenster hineingeboren, was glücklich war. Ich konnte mit aller Freiheit aufwachsen und mit einer sehr positiven Vision, was die Zukunft angeht. Das ist jetzt eine Zäsur, das ist ein dunkles Kapitel. Da müssen wir durch, aber ich will den Glauben an die Demokratie und unser Europa nicht aufgeben. Ich habe Kinder, die es hoffentlich wieder besser erwischt.“
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Daniel Brühl: „In die Herzen der Menschen dringen“
Seine Hoffnung: „Manchmal kann man in die Köpfe und Herzen der Menschen dringen. Das ist bei den Filmen, die wir machen, immer wichtiger. Ich denke immer mehr darüber nach, wie man Geschichten erzählen kann, die diese anderen Leute erreichen, die anders ticken. Es ist einfacher, ein Publikum zu treffen, das so denkt wie ich. Ab und an gelingt das. Das ist dann das größte Gefühl.“
„Zuletzt hatten wir das bei 'Im Westen nichts Neues'“, erzählt Daniel Brühl. „Da habe ich viele, schöne Reaktionen von jungen Männern erhalten, die danach gesagt haben: 'Krieg ist einfach scheiße. Das ist kein Abenteuer.' Die wurden dank des Films motiviert, das Buch von Remarque zu lesen, das sie gar nicht kannten. Das ist dann eine schöne Erfahrung.“