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Daniil Medvedev äußert sich nach Disqualifikation gegen Novak Djokovic in Peking reumütig: "Fühlte mich schrecklich"

Sport

Von Jan Zesewitz

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Daniil Medvedev hat sich nach seiner Disqualifikation im Halbfinale des ATP-Turniers in Peking gegen Novak Djokovic zu Wort gemeldet und sich entschuldigt. Beim Stand von 5:7, 3:5 aus seiner Sicht schoss er einen Ball ins Publikum und traf einen Zuschauer, der die Ränge offenbar verletzt verließ. Der 30-Jährige bezeichnete diesen Vorfall als einen "100-prozentigen Unfall".

"Es tut mir unglaublich leid und ich hoffe nur, dass er okay ist", sagte Medvedev nach dem Match. "Das ist das Wichtigste. Mit dem Rest kommen wir schon klar, ich denke gerade vor allem an ihn. Ich hoffe, dass ich ihn treffen kann und es irgendwie wiedergutmachen kann."

Im möglicherweise entscheidenden Aufschlagspiel der Partie stand es 15-15, als der Russe einen Ball, der von der Rückwand zurücksprang, in Richtung Publikum schoss. Er traf einen Fan, der offenbar unglücklich am Auge getroffen wurde. Er wurde vom Platz nach draußen begleitet, kurz darauf stand die Disqualifikation Medvedevs fest.

Dieser beschrieb den Vorfall noch einmal aus seiner Sicht: "Man kann sehen, dass ich den Ball nicht aus Wut schlage", erklärte er: "Der Ball sprang zurück, darum habe ich ihn nur weggeschlagen, damit er nicht auf den Platz zurückspringt."

Die Folge dieses, laut Medvedev, Unfalls bereute er direkt zutiefst: "Als ich sah, was passiert ist, fühlte ich mich schrecklich. Ich glaube nicht, dass ich jemals auch nur in der Nähe einer solchen Situation war. Ich hoffe, dass er okay ist, denn man weiß nie in solchen Situationen."

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Medvedev äfft Djokovic nach - und lobt dessen Leistung

Der 30-Jährige hatte schon in der Vergangenheit immer wieder mit seinem Temperament zu kämpfen, auch in dieser Partie fiel er schon vorher negativ auf, als er Djokovic nachäffte und sich den Bauch hielt. Der Serbe hat seit einigen Wochen immer wieder mit Magenproblemen zu kämpfen.

Der steht jetzt im Finale in Peking, ein Ort, an dem er bei seiner siebten Teilnahme noch ungeschlagen ist (33 Siege), und kann gegen Alex de Minaur seinen 102. ATP-Titel holen.

Medvedev lobte die Leistung seines Kontrahenten: "Es war ein schwieriges Match für mich. Er hat sehr gut gespielt, so wie als wir unsere besten Partien gegeneinander hatten. Ich hatte Möglichkeiten, aber ich habe sie nicht genutzt. Er hat unglaublich gespielt, ich denke, dass er gute Chancen im Finale hat."

Auch Djokovic kennt das Gefühl, disqualifiziert zu werden. Bei den US Open 2020 traf er eine Linienrichterin und musste seine Sachen packen.

"Ich kann exakt nachvollziehen, wie es sich anfühlt, disqualifiziert zu werden", sagte Djokovic deshalb nun auch. "Mir ist das 2020 unter ähnlichen Umständen passiert. Ich bin mir sicher, dass es keine Absicht von ihm war. Sowas passiert einfach", sagte der Serbe verständnisvoll.

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