DAX +0,60 % 25.564,12 Pkt 09:47:57 MDAX +0,73 % 30.509,81 Pkt 09:47:57 Euro Stoxx 50 -0,16 % 6.154,83 Pkt 09:47:45 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,11 % 4.070,20 USD 09:52:53 Silber -0,39 % 54,08 USD 09:52:07 Brent -2,58 % 110,94 USD 09:52:43 WTI +1,69 % 101,59 USD 09:52:53 Bitcoin +0,70 % 81.374,25 USD 10:02:51 EUR/USD -0,42 % 1,11270 USD 10:02:43 EUR/GBP -0,05 % 0,83690 GBP 10:02:57 EUR/CHF -0,10 % 0,92390 CHF 10:02:57 EUR/JPY -0,33 % 175,440 JPY 10:02:57

Darsteller entsetzt

Technologie

Ab kommendem Montag werden neue Folgen der RTL-Serie „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“ ausgestrahlt. Die fünf neuen Episoden wurden jedoch nicht auf herkömmliche Weise gedreht, sondern mithilfe generativer KI erstellt. Dafür wurden alte Folgen verändert, Charaktere ersetzt und Handlungsverläufe angepasst. Das stößt bei der Schauspielgewerkschaft auf Kritik.

„Das Strafgericht“ wurde bereits von 2002 bis 2008 ausgestrahlt. Unter dem Namen „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“ läuft die Serie seit 2022 wieder auf RTL. Der Sender testet nun erstmals KI-generierte Episoden. Für die fünf Folgen wurden bestehende Episoden mithilfe von Bildbearbeitung, Sprachsynthese und Lipsync teils grundlegend verändert. So wurde etwa aus einer freigesprochenen Angeklagten eine verurteilte Täterin, aus Mutter und Sohn wurden Geschwister. Zudem wurden Geständnisse ergänzt oder Geschlechter getauscht, berichtete „heise online“.

Die ab Montag um 15.55 Uhr ausgestrahlten Folgen entstanden gemeinsam mit Constantin Entertainment. Sie sollen als Praxistest zeigen, wie sich bestehende TV-Inhalte mithilfe von KI neu verwerten lassen. Das Ergebnis sei laut den Verantwortlichen „vielversprechend“. Bis 2030 will der Konzern mehr als 150 Millionen Euro mit KI erwirtschaften.

Schauspielgewerkschaft BFFS kritisiert RTL wegen KI-Nutzung

Die Schauspielgewerkschaft BFFS meldete sich dazu auf Instagram zu Wort. „Was hier als technischer Praxistest präsentiert wird, berührt den Kern des Schauspielberufs: die eigenständige, menschliche und künstlerische Darbietung.“ In einem Schreiben wandte sich der BFFS mit konkreten Forderungen an RTL und berichtete auf Instagram darüber.

Im Mittelpunkt steht dabei die Transparenz. „Wir erwarten von RTL eine vollständige und transparente Darlegung zum Einsatz der KI, zur Nutzung schauspielerischer Leistungen und Daten, zu Rechten, Einwilligung, Vergütung und Schutzmechanismen sowie zur Kennzeichnung gegenüber den Zuschauer:innen“, heißt es in der Caption. Der BFFS wolle nicht tatenlos zuschauen, wie KI Schauspieler:innen aus dem kreativen Prozess und der wirtschaftlichen Teilhabe verdrängt. (js)

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