DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,08 % 64.364,85 USD 09:15:18 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Darum kann Putin den Krieg nicht beenden

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Startseite Politik Kreml-Kritiker warnt: Darum kann Putin den Ukraine-Krieg nicht beenden Von: Lukas Richter Uns auf Google folgen Ein britischer Experte und Aktivist ist sich sicher, dass Putin keinen Frieden schließen wird. Moskau – Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine wird nach Einschätzung des Finanzexperten und Kreml-Kritikers Bill Browder nicht durch ein Friedensabkommen enden. Der russische Präsident könne sich einen Frieden politisch nicht leisten, weil er dadurch seine Macht verlieren würde. Browder erwartet stattdessen, dass sich der Krieg über Jahre hinzieht und allenfalls in einen eingefrorenen Konflikt übergeht. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Der frühere Russland-Investor äußerte diese Einschätzung im Podcast „World of Trouble“ der britischen Zeitung The Independent. Browder, der seit fast zwei Jahrzehnten gegen Korruption in Russland kämpft, sagte, Wladimir Putin werde „niemals einen Friedensvertrag unterschreiben“. Ein Friedensschluss würde nach seiner Auffassung das Ende von Putins Herrschaft bedeuten. Verliere er die Macht, „würde er an einem Laternenpfahl enden“, zitierte ihn die Zeitung. Browder widersprach damit den offiziellen Begründungen des Kremls für den Angriff auf die Ukraine. Putin habe den Krieg unter anderem mit einer möglichen NATO-Mitgliedschaft der Ukraine oder dem Schutz russischsprachiger Menschen begründet. Tatsächlich gehe es ihm jedoch darum, seine eigene Macht zu sichern, sagte Browder. Krieg als Mittel zum Machterhalt Nach Browders Darstellung habe Putin gemeinsam mit seinem Umfeld über Jahre enorme Vermögenswerte aus Russland abgeschöpft. Das Geld habe für Schulen, Krankenhäuser oder Infrastruktur verwendet werden können, sei stattdessen aber in Luxusgüter und Auslandsvermögen geflossen, sagte er The Independent zufolge. Gerade deshalb fürchte Putin den Zorn der eigenen Bevölkerung. Würde der Krieg mit einem Kompromiss enden, könnten viele Russinnen und Russen die hohen Verluste und Opfer infrage stellen. Einzelne Gegner könne der Kreml ausschalten oder inhaftieren. Eine Massenbewegung gegen die Regierung wäre nach Browders Einschätzung jedoch nicht mehr zu kontrollieren. Der Kreml-Kritiker verwies zudem auf die hohen russischen Verluste im Krieg. Russland habe nach seinen Angaben bereits mehr als 1,2 Millionen Verluste zu beklagen. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen jedoch nicht. Die Zahl dürfte sehr wahrscheinlich auf den täglichen Schätzungen des ukrainischen Generalstabs beruhen. Diese lagen Anfang Juli 2026 bei rund 1,4 Millionen russischen Verlusten. Aussicht auf einen eingefrorenen Konflikt Trotz ukrainischer Angriffe auf russische Energieanlagen und wirtschaftlicher Probleme Russlands rechnet Browder nicht mit einem militärischen Sieg einer Seite. Nach seiner Einschätzung könnte der Krieg in einen Zustand übergehen, in dem die Kämpfe weitgehend ruhen, beide Seiten aber formell weiter im Kriegszustand bleiben. Ein offizieller Friedensvertrag sei unter Putin aus seiner Sicht kaum vorstellbar. Für die Zeit danach sieht Browder unterschiedliche Entwicklungen. Europa könnte künftig stärker auf die Kampferfahrung der ukrainischen Streitkräfte angewiesen sein, insbesondere falls sich die USA unter Präsident Donald Trump weiter aus der europäischen Sicherheitsarchitektur zurückziehen sollten, sagte Browder der Zeitung. Die Ukraine könne sich zu einer prosperierenden Demokratie entwickeln, wenn sie Unterstützung beim Wiederaufbau erhalte. Russland drohe dagegen weitere internationale Isolation. Browder war früher einer der größten ausländischen Investoren in Russland. Nach dem Tod seines Anwalts Sergei Magnitsky in russischer Haft wurde er zu einem der bekanntesten Kritiker Putins und trieb die Einführung der Magnitsky-Sanktionen gegen mutmaßliche Menschenrechtsverletzer und korrupte Funktionäre voran.

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