DAX +1,36 % 25.959,48 Pkt 09:47:03 MDAX +0,60 % 32.408,58 Pkt 09:47:04 Euro Stoxx 50 +0,71 % 6.402,89 Pkt 09:47:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,94 % 63.754,90 Pkt 08:45:03 Gold +0,21 % 4.115,70 USD 09:52:01 Silber +1,14 % 58,45 USD 09:52:00 Brent -5,02 % 83,52 USD 09:52:02 WTI -6,04 % 79,56 USD 09:52:02 Bitcoin -1,53 % 62.528,63 USD 10:01:59 EUR/USD +0,04 % 1,15290 USD 10:01:53 EUR/GBP +0,05 % 0,85640 GBP 10:02:04 EUR/CHF +0,33 % 0,93180 CHF 10:02:04 EUR/JPY -2,13 % 180,644 JPY 10:02:04

Darum schlägt dieser Crash-Prophet jetzt bei Dividendenwachstumswert Zoetis zu!

Wirtschaft

Für Michael Burry macht der Dividenden-Radar eine Ausnahme! Üblicherweise ist der Dividenden-Radar von wallstreetONLINE nicht der Ort, um Personenkult zu betreiben. Die Aufmerksamkeit gilt hier vor allem Unternehmen mit hohen Ausschüttungsrenditen, zuverlässigen Cashflows, aus denen die Dividenden nachhaltig bedient werden können, sowie resilienten Geschäftsmodellen, die zum Teil jahrzehntelang ununterbrochene Serien von Dividendenerhöhungen garantieren können. Doch ausgerechnet Crash-Prophet Michael Burry, der schon seit Monaten zunehmend aggressiv gegen die Aktien von KI-Gewinnern, wie Nvidia, Micron und SanDisk, wettet, hat jetzt einen solchen Wert, der die eingangs erwähnten Kriterien erfüllt, in sein Depot aufgenommen. Es handelt sich um den Spezialisten für Tiergesundheit Zoetis – und damit herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Dividenden-Radar, der nach Restaurantbetreiber McDonald's und dem französischen Allianz-Rivalen AXA nun ein etwas außergewöhnlicheres Geschäftsmodell unter die Lupe nimmt. Zoetis: Ein Branchenführer und Dividendenwachstumswert zum Schnäppchenpreis? Zoetis war bis zu seinem Börsengang 2013 die Tiergesundheitssparte des US-Pharmariesen Pfizer. Mit einem IPO-Volumen von 2,2 Milliarden US-Dollar und einer Bewertung von insgesamt 13 Milliarden US-Dollar gehörte Zoetis neben Social-Media-Plattform-Betreiber Facebook (Meta Platforms) zu den größten Börsengängen seiner Zeit – kaum vorstellbar angesichts der Bewertungen, die heutzutage für Unternehmen wie SpaceX, OpenAI und Anthropic abgerufen werden. Nach dem Börsengang veräußerte Pfizer rasch auch seine übrigen Anteile, sodass der Konzern schnell vollkommen eigenständig wurde und heutzutage als einer der größten Vertreter seiner Branche im US-Gesamtmarktindex S&P 500 notiert ist. Das Unternehmen bedient mit einer Vielzahl von Präparaten sowohl die Nachfrage nach Nutz- als auch nach Haustiergesundheit. Zum Portfolio gehören Impfstoffe, darunter auch gegen Vogel- und Schweingrippe, sowie Therapien gegen Krankheiten, Narkotika und Antibiotika. Zoetis gilt branchenintern als äußerst forschungsstark und hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 9,531 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, was den Verkaufserfolg der Produkte zeigt. Tiergesundheit ist ein weltweit boomendes Geschäft Insgesamt ist das Geschäft mit Tiergesundheit äußerst aussichtsreich. Immer häufiger entscheiden sich vor allem jüngere Menschen zwar gegen eigene (biologische) Kinder, dafür aber für Haustiere. Rund eine halbe Milliarden Hunde und Katzen leben schon jetzt in Haushalten der USA, der EU, in China und Brasilien. Insgesamt liegen die weltweiten Ausgaben für Haustierbedarf bei rund 290 Milliarden US-Dollar. Bis 2034 sollen sie laut Fortune auf knapp 500 Milliarden US-Dollar anstiegen. Davon dürften auch die Aufwendungen für Tierarzneimittel profitieren. Dazu kommt ein global steigender Nutztierbestand. In vielen Staaten des Globalen Westens sinkt der Fleischverzehr pro Kopf zwar, dafür holt er in Schwellenländern umso schneller auf. Das bedeutet, dass Zoetis in beiden seiner Standbeine anhaltendes Wachstum erwarten darf – insbesondere auch, weil der wachsende Viehbestand Herden gleichzeitig anfälliger für Infektionserkrankungen machen dürfte, was wiederum mit einem steigenden Antibiotika- und Impfstoffbedarf einhergeht. Zur beschaulichen Haustierwelt mit um die Gesundheit ihrer Hunde und Katzen besorgten Tierliebhaberinnen und -liebhaber, gehört bei Zoetis als auch die Kehrseite moderner Massentierhaltung. Anhaltender Erfolg macht hohes Dividendenwachstum möglich In den vergangenen Jahren war Zoetis vor allem ein Dividendenwachstumswert. Unmittelbar nach dem Börsengang wurde die erste Gewinnbeteiligung ausgeschüttet, diese legte seither mit einer phänomenalen jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von 21,4 Prozent zu, auch wenn sie sich in den zurückliegenden 3 Jahren mit rund 13 Prozent etwas verlangsamt hat. Getragen wurde das Dividendenwachstum durch for steigende Erlöse und Gewinne. Erwirtschaftete Zoetis vor 10 Jahren einen Umsatz von 4,89 Milliarden US-Dollar waren es in den vergangenen 12 Monaten 9,53 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn legte in dieser Zeit von 821,0 Millionen US-Dollar auf 2,67 Milliarden US-Dollar zu, der für die Ausschüttungen relevante freie Cashflow kletterte von 739,0 Millionen US-Dollar auf 1,925 Milliarden US-Dollar – rund die Hälfte davon schüttet Zoetis gegenwärtig aus, was viel Spielraum für weitere Anhebungen einerseits und Aktienrückkäufe andererseits bedeutet. Davon hat Zoetis vor allem im vergangenen Geschäftsjahr Gebrauch gemacht, in dem eigene Anteile für 3,25 Milliarden US-Dollar zurückgekauft wurden. Vom Wachstums- und zum Value-Wert "dank" Aktiencrash?! Trotz der umfangreichen Buybacks kam es in den vergangenen Jahren zu einem anhaltenden Abwärtstrend, dem in diesem Jahr ein Crash folgte. Dieser hat die Dividendenrendite jetzt auf ein historisches Hoch von knapp 2,8 Prozent katapultiert, womit Zoetis nicht mehr nur für dividendenwachstumsorientierte Anlegerinnen und Anleger attraktiv ist, sondern auch für solche, die vom Start weg eine ordentliche Ausschüttung erhalten wollen. Der Abwärtstrend beziehungsweise der Crash gehen zurück auf eine zeitweise deutlich zu hohe Unternehmensbewertung sowie gleichzeitig enttäuschte Wachstumserwartungen. Trotz der positiven Geschäftsaussichten ist das Umsatzwachstum zuletzt fast zum Erliegen gekommen. Im zurückliegenden Quartal legte der Umsatz nur um 1,9 Prozent zu. Das führte zu einer Prognosesenkung und Investoren verloren die Geduld, weiter auf einen Turnaround zu warten. Günstige Unternehmensbewertung sorgt für Einstiegschance Doch der Earnings-Crash hat nicht nur mit Blick auf die Dividendenrendite, sondern auch die Unternehmensbewertung eine attraktive Einstiegschance geschaffen. Für 2026 ist Zoetis mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,3 bewertet. Das liegt um rund 63 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel sowie um 41,3 Prozent unter dem Branchendurchschnitt von 19,2. Trotz des verlangsamten Umsatzwachstums in Folge von Verzögerungen in der Entwicklungs- und Zulassungspipeline sowie bislang ausbleibender Vermarktungserfolg von Hoffnungsträgern ist weiteres Gewinnwachstum erwartet. Das führt zu einem moderaten Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis von 1,56, was ebenfalls erhebliche Abschläge gegenüber dem historischen und Branchenmittel bedeutet. Ein weiteres Highlight sind die zweistelligen Cashflow-Renditen, die Zoetis auch weiterhin in die Lage versetzen, einerseits seine Dividende stark anzuheben und andererseits weitere Aktien zurückzukaufen, um sich auch so beim Gewinn pro Aktie attraktiver zu machen. In seiner am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung gab Burry an, er habe seine bereits bestehende Zoetis-Position im Bereich von 76 US-Dollar zu einer "vollständigen Position" ergänzt. Dafür gibt es nicht nur fundamental gute Gründe, sondern auch charttechnische. Im Bereich von 75 US-Dollar hat die Aktie inzwischen einen Boden etablieren können, während sich der Relative-Stärke-Index (RSI) und der Trendstärkeindikator MACD kontinuierlich verbessern konnten, was jetzt auf wachsende Chancen einer Gegenbewegung hindeutet. Gut möglich also, dass Zoetis nicht mehr lange knapp 2,8 Prozent Dividendenrendite bieten wird. Fazit: Trotz operativer Herausforderungen viel Perspektive Crashprophet Michael Burry ist beim Spezialisten für Tiergesundheit Zoetis eingestiegen. Der Kauf ergibt aus der Perspektive von ausschüttungsorientierten Anlegerinnen und Anlegern gleich in mehrfacher Hinsicht Sinn. Erstens ist die Dividendenrendite nach dem Crash der Aktie in diesem Jahr mit 2,8 Prozent konkurrenzfähig. Gleichzeitig wächst sich überdurchschnittlich stark und ist mit Blick auf die hohen Cashflows sowie die Ausschüttungsquote von nur 31,4 Prozent äußert sicher. Die Unternehmensbewertung ist vielleicht so günstig wie noch nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens seit seiner Eigenständigkeit. Das verbürgt sich gleichzeitig auch für hohes Kurspotenzial. Der faire Wert der Aktie wird von Analystinnen und Analysten im Mittel auf 111,94 US-Dollar festgelegt, was einer Upside von knapp 45 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag entspricht. Bereits am kommenden Donnerstag wird Zoetis seinen neuen Quartalsbericht vorstellen. Nach dem Earnings-Crash im Mai sind die Erwartungen niedrig und dürften für Zoetis leicht zu schlagen sein. Womöglich könnte das bereits den Turnaround der Aktie einleiten, die jetzt auch aus charttechnischer Perspektive auf eine Erholung hoffen lässt. Beispielrechnung: 1.000 Euro Dividende pro Monat Für eine Ausschüttung von 1.000 Euro im Monat (ohne Berücksichtigung von Kapitalerträgen) waren bei den beiden letzten Titeln des wallstreetONLINE Dividenden-Radar McDonald's und AXA 431.830 beziehungsweise 216.035 Euro auf den Tisch zulegen. Aufgrund der vergleichbar hohen Dividendenrendite ist bei Zoetis ein McDonald's ähnlicher Kapitalaufwand nötig. Für 2026 wird eine Dividende von insgesamt 2,15 US-Dollar (Zoetis zahlt vierteljährlich) pro Aktie erwartet. Für 13.845 US-Dollar beziehungsweise 12.000 Euro sind also 6.440 Aktien nötig, die am Freitag rund 497.710 US-Dollar oder umgerechnet 431.425 Euro gekostet haben. Übersicht zur Dividende von Zoetis Marktkapitalisierung: 31,9 Milliarden US-Dollar Dividendenrendite GJ 2026: 2,78 %; 2027e: 2,99 % Dividende erhöht: 12 Jahre in Folge Dividende nicht gesenkt: 12 Jahre Dividende kontinuierlich ausgeschüttet: 12 Jahre in Folge Frequenz: vierteljährlich; Mai Zeitplan (voraussichtlich) 08.10.2026: Dividendenvorschlag 31.10.2026: Ex-Tag 01.12.2026: Auszahlung Geschäftsjahr Dividendenrendite in % ** Dividende in US-Dollar 2028e 3,26 2,52 2027e 2,99 2,31 2026e 2,78 2,15 2025 1,61 2,00 2024 1,09 1,73 2023 0,79 1,50 2022 0,93 1,30 2021 0,43 1,00 2020 0,51 0,80 2019 0,53 0,66 2018 0,63 0,54 2017 0,77 0,42 2016 0,76 0,38 * Quelle: SeekingAlpha ** Zur Errechnung der Dividendenrendite wurde der Schlusskurs des jew. Geschäftsjahres genommen, bzw. für die Prognosen der aktuelle Kurs. Die optimale Dividendenstrategie Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können: Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind. Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen. Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten. Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg. Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen. Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt. Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein. Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten. Fazit: Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind. Weitere interessante Dividenden-Aktien befinden sich übrigens auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst. Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion Disclaimer: Ausdrücklich weist die Smartbroker AG darauf hin, dass ein Investment in Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente im Sinne des WpHG grundsätzlich mit erheblichen Chancen und Risiken (Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts-, Bonitäts- und sonstigen Risiken) verbunden ist und ein Totalverlust des investierten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Die Smartbroker AG empfiehlt deshalb jedem Leser sich vor einer Anlageentscheidung intensiv mit den Chancen und allen Risiken auseinander zu setzen und sich umfassend zu informieren. Sämtliche verwendeten Wertentwicklungsangaben, sei es für die Vergangenheit oder im Sinne einer Prognose bzw. Einschätzung sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse bzw. Wertentwicklungen. Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. 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