Das Ende der Liquiditätsflut? Was Warsh für Bitcoin bedeutet
Über Jahre hinweg gehörte die US-Notenbank zu den wichtigsten Taktgebern für den gesamten Krypto-Markt. Niedrige Zinsen gepaart mit milliardenschweren Anleihekäufen sorgten insbesondere nach Krisen immer wieder für reichlich Liquidität an den Finanzmärkten, aber unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh könnte sich dieses Umfeld jetzt grundlegend verändern. Nach Einschätzung von Denis Oevermann, Investment Strategist bei Bitcoin Suisse, zieht sich die Notenbank zunehmend aus der aktiven Steuerung der Finanzierungsbedingungen zurück.
Kevin Warsh verändert die Rolle der Fed
Seit seinem Amtsantritt im Mai bewegt Warsh die Federal Reserve weg von der stark kommunikationsgetriebenen Geldpolitik der vergangenen Jahre. Das Inflationsziel von zwei Prozent und das duale Mandat bleiben bestehen, allerdings sollen die Märkte künftig wieder stärker selbst darüber entscheiden, zu welchen Bedingungen Kapital verfügbar ist.
Wie das konkret aussehen kann, zeigte sich bereits im Juli, als steigende Renditen länger laufender US-Staatsanleihen eigenständig für straffere Finanzierungsbedingungen sorgten, obwohl die Fed den Leitzins unverändert ließ. Oevermann erwartet daher stärkere Zinsschwankungen und höhere Laufzeitprämien als bisher.
Wie der Strategiewechsel den Krypto-Markt beeinflussen könnte