DAX +0,15 % 26.338,61 Pkt 18:00:00 MDAX +0,29 % 32.356,98 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,14 % 6.530,45 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,71 % 53.459,78 Pkt 22:42:57 S&P 500 -0,69 % 7.745,06 Pkt 22:42:27 Nasdaq -0,59 % 26.644,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,48 % 67.506,77 Pkt 08:26:55 Gold +0,81 % 4.453,80 USD 08:32:04 Silber -1,05 % 65,43 USD 08:31:54 Brent +0,88 % 91,67 USD 08:31:57 WTI +1,14 % 85,46 USD 08:32:00 Bitcoin -0,19 % 64.362,03 USD 08:41:55 EUR/USD -0,01 % 1,15730 USD 08:41:54 EUR/GBP +0,09 % 0,85520 GBP 08:42:06 EUR/CHF -0,14 % 0,93920 CHF 08:42:06 EUR/JPY +0,30 % 184,826 JPY 08:42:06

Das ist der wohl kälteste Ort in Karlsruhe

Wissenschaft

Draußen nimmt das Thermometer eine Grad-Hürde nach der anderen – und drinnen herrschen wohltuende 70 Grad. Wohlgemerkt minus 70 Grad. Wie sich der monstermäßige Temperaturkeller anfühlt? „Herrlich. Wohltuend. Richtig angenehm.“ Ich fand das in der Kältekammer angenehm. Ursula Unger Teilnehmerin Immer wieder sind solche und ähnliche Bekundungen über den „Kälteeinbruch“ zu vernehmen. Und das mitten in der Stadt. Zugegeben, das alles spielt sich in einem speziellen Raum ab: in der Kühlkammer der Hochschule Karlsruhe (HKA). „Da wären sogar noch ein paar Minusgrade mehr möglich“, lässt der Leiter des dortigen Institutes für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik, Robin Langebach, wissen. Kältekammer überrascht BNN-Leserschaft mit angenehmer Kälte Das in der Tat wohltuende Kälteerlebnis, nicht zuletzt mit Blick auf die vergangenen heißen Tage, konnten nun BNN-Leserinnen und -Leser im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben und fühlen. Möglich machte dies eine Leseraktion der Stadtredaktion, initiiert von Redaktionsleiter Stefan Proetel, der den Kältetross begleitete. Eine Station beim Besuch des HKA-Institutes war eben die Kältekammer. Und ja, darauf freuten sich gleich zu Anfang alle Teilnehmer. Allein schon deswegen, weil sich niemand vorstellen konnte, wie sich minus 70 Grad anfühlen. Umso erstaunlicher waren die Reaktionen auf dieses Erlebnis. „Ich fand das in der Kältekammer angenehm“, sagte Ursula Unger. Zustimmendes Nicken gab’s von Ehemann Bernd. Von Michaela Seitz bekam die Kälte sogar ein „Super angenehm“. Institut sieht sich bei der Energiewende weit vorne Dass die Kältekammer genau genommen kein Ort ist, um sich an heißen Sommertagen abzukühlen, sollte außer Frage stehen. Vielmehr, und dafür wird sie genutzt, dient sie laut Langebach unter anderem der Materialprüfung oder etwa dem Test von Wärmepumpen. Überhaupt sei das Institut eine Forschungseinrichtung, besonders auch für konkrete Anwendungen, mit einem breiten Themenspektrum, erläuterte Maurice Kettner, stellvertretender Institutsleiter. Und ganz wichtig: „Beim Thema Energiewende sind wir vorn mit dabei“, ergänzte Langebach. Institut sucht händeringend studentischen Nachwuchs Bei einem Rundgang durch die Institutsräume bekamen die BNN-Besucher einen nachhaltigen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Institutes. „Das ist schon bemerkenswert. Vor allem die praktischen Anwendungen all dessen“, befand Eva Weinrautner. Als „hoch spannend“ empfand den Besuch ihr Ehemann Gerhard. Thematisch ging es dabei etwa um Blockheizkraftwerke, um Kühlsysteme oder um die Verdichtertechnologie, die als Rückgrat von Kälte- und Klimaanlagen sowie von Wärmepumpen gilt. Ganz praktisch wurde es bei der Anwendung von flüssigem Stickstoff. Institutsmitarbeiter Timo Maurath führte vor, was mit dem „kalten Zeug“ alles möglich ist. Was angesichts der Wirkungs- und Forschungsbreite des Instituts doch überraschte, war die Aussage von Langebach, dass man fast schon händeringend studentischen Nachwuchs suchen würde. Kaum zu glauben bei einem Studienplatz, der im Sommer mit angenehmen minus 70 Grad aufwarten kann.

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