Das ist offiziell der beste Whisky der Welt 2026
Wer schon einmal ratlos vor einem Spirituosenregal stand, kennt das Problem: Whisky ist nicht gleich Whisky. Single Malt, Blended, Bourbon, Rye, Grain, dazu Fassreifungen, Altersangaben und Preisschilder, die von „günstig“ bis „Monatsgehalt“ reichen. Am Ende steht man ratlos da und greift entweder zur bekannten Marke oder zu dem, was gerade im Angebot ist. Damit man wenigstens einmal im Jahr eine halbwegs verlässliche Orientierung hat, gibt es die World Whiskies Awards, seit über zwanzig Jahren so etwas wie die Oscars der Braunen-Spirituosen-Welt. Eine Jury verkostet, vergleicht und kürt am Ende die Sieger, damit der Rest von uns sich das mühsame Ausprobieren zumindest teilweise sparen kann.
Der Bowmore 21 Year Old ist die Speerspitze der Sherry-Oak-Reihe, gereift in einer Mischung aus Bourbon- und Oloroso-Sherryfässern, bevor er ein letztes Finish in einem First-Fill-Pedro-Ximénez-Fass bekommt. Klingt kompliziert, schmeckt aber logisch: In der Nase Tabak, Heidekraut, ein Hauch Jod und warmer Ingwer, dazu Leder und Bienenwachs. Am Gaumen wird es süßer: Karamell, Vanille, Sirup, Orange, Zimt, Muskat und trifft dann unvermittelt auf Räucheraromen und rote Beeren. Der Abgang ist lang, würzig und von einem sanften, salzigen Rauch begleitet, typisch für Islay, nur eben deutlich zurückhaltender als bei manch anderem Malt der Insel. Genau diese Balance aus Süße, Sherry-Fülle und dezentem Torfrauch dürfte der Jury den Ausschlag gegeben haben. Ein Whisky, der komplex wirkt, ohne anstrengend zu sein.