DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,07 % 64.354,24 USD 09:10:17 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Das Tennis-Märchen des Wimbledon-Schülers

Sport

Royaler Applaus, Wildcard, Verdopplung des Preisgelds und am Finaltag Geburtstag: Der Halbfinal-Gegner von Alexander Zverev wuchs nur wenige Minuten vom All England Club auf und schreibt eine außergewöhnliche Geschichte. Prinzessin Kate schaute ihm in der zweiten Wimbledon-Runde auf einem Außenplatz zu, Königin Camilla begrüßte ihn nach seinem Viertelfinal-Erfolg. Arthur Fery ist in Wimbledon der Stolz der Briten. Die Schlagzeilen über den Wildcard-Teilnehmer, Sensations-Halbfinalisten und kommenden Gegner von Alexander Zverev schreiben sich mit dem Wortspiel für sein Tennis-Märchen fast allein: "Fery-tale" statt Fairytale (Märchen). Filmreife Geschichte "Ich habe ihr gesagt, was für eine Ehre es für mich war, vor ihr zu spielen. Sie sagte nur: 'Herzlichen Glückwunsch, mach weiter so'", schilderte der britische Tennis-Außenseiter seine Begegnung mit der Königin. "Ich habe ihr erzählt, dass ich am Sonntag Geburtstag habe und es daher toll wäre zu spielen." Am Männer-Finaltag beim Rasenklassiker in London wird Fery 24 Jahre alt. Dank einer Wildcard nimmt der 23-Jährige am Turnier teil. Er musste sich nicht sportlich qualifizieren, sondern bekam praktisch eine Einladung – und schreibt eine ganz außergewöhnliche Geschichte. Als erster Wildcard-Spieler seit 25 Jahren und damit seit dem Kroaten Goran Ivanisevic, der sich damals sogar den Turniersieg holte, steht er im Halbfinale. Zur Schule in Wimbledon Im französischen Sèvres vor den Toren von Paris wurde Fery geboren, nur wenige Minuten vom All England Club im Südwesten Londons wuchs er auf. Seine ehemalige Schule ist nur rund eineinhalb Kilometer entfernt. "Es ist jetzt natürlich unwirklich, hier zu spielen", sagte er selbst. Tennis und Sport wurden ihm praktisch in die Wiege gelegt. Seine Mutter Olivia Fery war selbst Tennisspielerin, sein Vater Loic Fery, französischer Geschäftsmann, ist Präsident des französischen Fußball-Erstligisten FC Lorient. Empfehlungen der Redaktion Zverev entzaubert seinen Angstgegner und zieht ins Halbfinale ein Der Mann, der Trump verhöhnt Der Klopp-Kosmos Als Teenager besuchte Fery ab und zu Wimbledon-Matches, gern von Roger Federer. Die Schweizer Tennis-Legende sah ihm nun zu, wie er ins Viertelfinale einzog. Dort behauptete sich der frühere College-Spieler von Stanford gegen den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli in drei Sätzen. Fery vervielfacht seine Karriereeinnahmen Vor Wimbledon kam er noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier weiter als bis in Runde zwei. Seine begeisternden Wimbledon-Auftritte werden ihn nun in der Rangliste von Platz 114 weit nach oben in die Top 40 katapultieren. Auch finanziell hat Fery, der seine Karriereeinnahmen vervielfacht, Grund zum Jubeln. 883.618 US-Dollar (circa 730.000 Euro) kassierte der Brite bislang in seiner ATP-Laufbahn. Das Wimbledon-Halbfinale bringt ihm umgerechnet allein circa 1,06 Millionen Euro ein.

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