Das Wichtigste zu Leipzig gegen Eintracht: Unruhe oder Startschuss? Gefahr auf beiden Seiten
Eintracht Frankfurt beendet die XXL-Länderspielpause mit der ungeliebten Reise nach Leipzig. Anpfiff des so genannten Bundesliga-Topspiels ist am Samstag um 18.30 Uhr.
Die Ausgangslage
Das Personal
Das sagen die Trainer
Auf diese Spieler gilt es zu achten
Die Statistik des Spiels
So können Sie das Spiel verfolgen
Wer pfeift?
Die Ausgangslage
Es steht zwar Spitzenspiel drauf, in Wahrheit ist aber nur ein Duell aus dem grauen Mittelfeld drin. Leipzig steht mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Platz neun, die Eintracht folgt mit einem Sieg, zwei Remis und einer Niederlage einen Rang dahinter. Es riecht nach Mittelmaß.
Da genau das aber nicht den Ansprüchen der Teams aus Sachsen und Hessen entspricht, ist schon jetzt ordentlich Druck auf den jeweiligen Kesseln. Beide Mannschaften hinken den eigenen Ansprüchen hinterher, beide brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Die Eintracht und Trainer Adi Hütter können derzeit noch den Joker spielen, dass so ein Umbruch eben Zeit braucht. Dass bei RB schon nach vier Spieltagen über ein Comeback von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann spekuliert wird, verdeutlicht die Wichtigkeit der Partie aber noch einmal.
Das leise Rumoren soll möglichst weder in Leipzig noch in Frankfurt in ein lautes Brodeln umschlagen. Beste Voraussetzungen also für ein intensives Spiel.
Das Personal
Jeremiaha Maluze (krank) und Malik Pimpong (angeschlagen) werden die Partie nur auf der Couch verfolgen können, alle anderen Spieler sind fit. Fragezeichen gibt es dennoch: Da Trainer Hütter zur Dreierkette zurückkehrt, muss ein Mitglied des Offensiv-Quartetts auf die Bank. Jonathan Burkardt ist wohl gesetzt – zwischen Younes Ebnoutalib, Can Uzun oder Ritsu Doan ist die Wahl völlig offen. Auf der rechten Seite dürfte Ansgar Knauff wohl Elias Baum verdrängen.
So könnte die Eintracht starten:
So könnte Leipzig starten: Vandevoordt - Baku, Orban, Lukeba, Raum - Banzuzi, El Aynaoui - Gruda, Nkunku, Nusa - Romulo
Das sagen die Trainer
Adi Hütter: "Man kann sich als Klubtrainer glücklich schätzen, Optionen und Stürmer zu haben, die nicht nur beide einen guten Start mit ihren Toren hingelegt haben, sondern auch gut zusammenpassen. Wenn man Spieler auf der Bank hat, die das Spiel noch beeinflussen können, ist das auf der einen Seite ein Luxusproblem, auf der anderen Seite aber auch sehr wichtig."
Martin Demichelis: "Die Eintracht spielt immer intensiv. Frankfurt ist eine gute Mannschaft, mit einem guten Trainer und einer guten Struktur. Mal schauen, welche Formation ihr Trainer wählt. Wir analysieren jeden Gegner so viel wie möglich. Aber am Ende ist das Wichtigste, was wir machen."
Auf diese Spieler gilt es zu achten
Vier Nationalspieler, aber nur drei können von Beginn an spielen. Ob es so etwas bei Eintracht Frankfurt schon mal gegeben hat? Die Frage nach der Besetzung der Offensive bleibt spannend und wohl bis 60 Minuten vor Anpfiff ein Geheimnis. Zwei Stürmer, zwei Zehner, der vierfache Torschütze Ebnoutalib nur auf der Bank? Alles ist möglich.
Auf Seiten der Leipziger zieht derzeit vor allem Antonio Nusa die Aufmerksamkeit auf sich. Der norwegische Nationalspieler ist in Topform, sein Tempo-Dribbling nur sehr schwer zu verteidigen. Da es neben Nusa auch noch einen gewissen Christopher Nkunku gibt, der nach seiner Rückkehr nun etwas mehr Zeit zur Eingewöhnung hatte, wird auf die nicht immer sattelfeste Frankfurter Abwehr einiges zukommen.
Die Statistik des Spiels
Obwohl bis Halloween noch knapp drei Wochen ins Land ziehen, wird es aus Frankfurter Sicht schon jetzt gruselig. Von insgesamt zehn Auftritten am Cottaweg endete genau einer mit einem hessischen Sieg. Dass der Oktober zudem der absolute Lieblings-Monat der Rasenballer ist, erhöht die Horror-Wertung um einen weiteren Stern. RB Leipzig hat in der Bundesliga im Oktober noch nie ein Heimspiel verloren, die vergangen sieben Partien im zehnten Monat des Jahres endeten saisonübergreifend alle mit einem Sieg. Gänsehaut.
So können Sie das Spiel verfolgen
Das Spiel können Sie im Live-Ticker und Audiostream bei sportschau.de verfolgen. Im Fernsehen läuft die Partie beim Bezahlsender Sky.
Wer pfeift?
Geleitet wird das Duell von Schiedsrichter Daniel Siebert, seine Assistenten heißen Jan Seidel und Rafael Foltyn. Bastian Dankert sitzt federführend im Kölner Keller.