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„Das wird hart“: Ulrike Folkerts spricht offen über ihre Zukunft beim „Tatort“

Unterhaltung

Im Video oben erfahrt ihr alles Ulrike Folkerts' große Liebe.

Ob das kleine Ludwigshafen-Jubiläum mit dem „Tatort: Explosive Mischung“ ein Highlight der Reihe war, darüber lässt sich streiten. Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) ermittelten am Sonntagabend (4. Oktober) zum 25. Mal gemeinsam.

Nach dem reihenweisen Rückzug von Alt-Ermittlerin in München und Kiel, dem angekündigten Abschied der Wiener Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser sowie des Kölners Klaus J. Behrendt, der sich nach drei Jahrzehnten vom „Tatort“ verabschiedet, hat die 65-jährige Ulrike Folkerts ein Alleinstellungsmerkmal: Sie ist die letzte Vertreterin des „Tatort“, die schon im letzten Jahrhundert ermittelte. Um genau zu sein: seit 1989.

Wie lange macht Ulrike Folkerts noch weiter?

Im Mai wurde Ulrike Folkerts, die im Interview mit BUNTE.de von ihrer Partnerin schwärmt, 65 Jahre alt, auch wenn die sportlich top-fitte Schauspielerin um einiges jünger wirkt. Im Jubiläums-Interview mit der Agentur teleschau zum 25. Fall mit Lisa Bitter positioniert sich Folkerts klar zu ihrer Zukunft als Lena Odenthal: „Ich kann es mir nicht vorstellen, aufzuhören. Das wird hart, wenn meine Zeit beim 'Tatort' zu Ende geht. Ich bin glücklich, dass ich in dieser Rolle älter werden darf.“

Auf die Frage, ob sie die 100 Fälle voll machen wird, antwortet sie: „Das wären noch 15, und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Für mich hat sich diese Rolle nicht abgenutzt.“ Klingt danach, als bliebe uns jene Ermittlerin, die schon ermittelte, als die Mauer in Deutschland - gerade noch - stand, noch eine Weile erhalten.

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Wie geht es beim „Tatort“ in Ludwigshafen weiter?

Den nächsten Fall mit Odenthal und Stern, „Tatort: Im Nebel“, wird man Anfang 2027 sehen können. Geschrieben wurde der 85. Fall Odenthals von Karlotta Ehrenberg, inszeniert hat Saralisa Volm. Es ist eine Beziehungsgeschichte: Ein junger Mann wurde absichtlich überfahren. Fühlte sich seine Ex-Freundin von ihm gequält?

Themen wie Druck, Ghosting und Nicht-loslassen-können werden verhandelt. Ein psychologischer Fall, bei dem auch der titelgebende Nebel eine bedeutende Rolle spielen soll. Ein weiterer Dreh mit Ulrike Folkerts und Lisa Bitter wird im November 2026 stattfinden und soll mit Kunstraub zu tun haben. Tom Lass wird inszenieren.

Worum ging es?

In einem Ludwigshafener Problemviertel wurde ein Bankautomat in die Luft gesprengt, den Täter hat es dabei selbst erwischt. Von der Geldkassette fehlte jede Spur, auch von den Komplizen des toten Dennis Lohberg. Statt dem verletzten Kumpel zu helfen, machten sie sich lieber mit der Kohle davon.

Odenthal und Stern ermittelten in den undurchsichtigen Strukturen des Problemviertels, wo der Bruder des Toten, Chris Lohberg (Filip Schnack), eine etwas zu alt gewordene Jugendgang anführte und Gewalttäter Ulf Meisner (Christian Schneeweiß) Sheriff spielte. Wenn er nicht gerade zu Hause seine Frau (Hannah Ehrlichmann) verprügelte oder das gemeinsame Baby vernachlässigte, streifte er durchs Viertel und gab den Paten, der alles im Griff hat.

Der Polizei traute man dort nicht über den Weg. Odenthal und Stern setzten deshalb ihre jungen Kollegen Nico Langenkamp (Johannes Scheidweiler) und Mara Herrmann (Davina Chanel Fox) als Undercover-Cops im Nachleben des Viertels ein.

Worum ging es wirklich im Ludwigshafener „Tatort“?

„Tatort: Explosive Mischung“ spielt in einer einzigen Nacht, in der kaum jemand das ist oder tut, was man vorgibt. Auch auf dem Präsidium: Chef Breising (Bernd Hölscher) steht weiterhin im Verdacht, ein korrupter Bulle zu sein.

Autor und Regisseur Martin Eigler mag Plots rund um Manipulation und psychologische Spiele. So zum Beispiel in seiner grandiosen Selbstmontage eines Stuttgarter Schwindlers, „Tatort: Der Mann, der lügt“ (2018) oder in seinem Ludwigshafener „Tatort: Der böse König“ (2021), einer Studie über narzisstische Täter-Persönlichkeiten.

Und worum ging es diesmal? Den Verlust staatlicher Ordnung, häusliche Gewalt oder das Recht des Stärkeren? Oder war es die Täuschung an sich - weil im Film niemand seinem Gegenüber traute? Das Thema des Krimis blieb auch nach dem Action-Ende mit explosivem Showdown auf dem Polizeirevier unklar - und seine Story etwas diffus.

Gewusst? Bei ihrem Debüt trug „Tatort“-Star Ulrike Folkerts noch eine Kurzhaarfrisur.

Von Eric Leimann

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