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"Das wurde alles weggeschnitten": Was PBB uns nicht zeigen wollte

Unterhaltung

Nach seinem Ausscheiden bei "Promi Big Brother" erhebt Christian Lell Mobbing-Vorwürfe gegen seine Mitbewohner. Auch an der Produktion hat der Ex-Fußballprofi einiges auszusetzen.

Ein Interview

von Anika Richter

Für Christian Lell war im Halbfinale bei "Promi Big Brother" Schluss. Im Haus und Garten des Großen Bruders geriet der ehemalige Fußballprofi immer wieder mit seinen Mitbewohnern aneinander, Freunde machte er sich in der Show nur wenige.

Auf der Aftershowparty nach dem Finale spricht der 42-Jährige im Interview mit unserer Redaktion sogar von Mobbing. Die Situation sei so belastend gewesen, dass er noch während der Show einen Psychologen aufgesucht habe. Ein Aspekt, der im Fernsehen weder gezeigt noch anderweitig thematisiert wurde.

Auch andere Momente sind seiner Ansicht nach in der TV-Ausstrahlung zu kurz gekommen beziehungsweise dem Schnitt zum Opfer gefallen, kritisiert Lell.

Christian, wie geht es dir?

Christian Lell: Gut geht's mir, ich bin freudig. Es ist schön, dass ich es hinter mir habe. Es war schon sehr anstrengend, ich bin jetzt mental auch zu. Und jetzt sind wir hier auf der Aftershowparty, zwei Wochen sind rum, eine Erfahrung reicher: So ist das jetzt.

Möchtest du nach dieser Erfahrung mit Reality-TV weitermachen oder war's das für dich?

Naja, ich schließe nie was aus, ne. Und wir schauen mal, was kommt. Es sind viele Anfragen da. Ich war der Main-Character in der Sendung. Ich habe das Ding emotional am Laufen gehalten über so einen langen Zeitraum. Und entsprechend sind die Anfragen da. Gucken wir mal. Erstmal sacken lassen ein, zwei Tage.

Wolltest du der Main-Character sein?

Ne, ne, gar nicht. Ich hatte null Strategie. Ich wollte einfach alles laufen lassen und schauen, wie es sich so entwickelt. Dass sich dann so eine Gruppendynamik entwickelt, war schon extrem für mich in der Erfahrung.

Christian Lell: "Das ist so eine Grenzerfahrung, da brauchst du auch einen Psychologen"

Hast du das Gefühl, dass alle auf einmal gegen dich waren?

Naja, wenn du so eine Frage stellst, dann gehe ich mal davon aus, dass du das Gefühl auch hattest, dass das so rüberkommt. Aber ja, es war schon kurzzeitig mal so, dass sich die Gruppendynamik so entwickelt hat, ich gemobbt wurde und der Psychologe reinkam. Aber ich habe es durchgestanden, ich wollte nicht aufgeben, hab's ins Halbfinale geschafft, hab' mich nicht unterkriegen lassen und jetzt geht's weiter nach vorne.

Du hast gerade gesagt, es kam ein Psychologe rein. Das war im TV gar nicht so zu sehen.

Die hatten ein bisschen Sorge, weil es gekippt hatte. Ich komme ja aus einer Depression, wo ich auch gemobbt wurde. Das wurde alles natürlich im Schnitt weggemacht. Also ich habe mein Leben fast verloren vor zwei Jahren, aus der Depression heraus. Wegen Mobbing. Die Erfahrung dann so zu machen. Im TV. Live. Naja ...

Das ist schon interessant, dass der Sender einen Psychologen zur Verfügung stellt.

Ja, das brauchst du aber auch. Das ist so eine Grenzerfahrung, da brauchst du auch einen Psychologen. Die waren die ganze Zeit am Set.

Magst du verraten, was du mit dem Psychologen besprochen hast?

Das ist privat.

Christian Lell: "Das hat wohl in die Dramaturgie nicht so hineingepasst"

Was war für dich, neben deinen Mitbewohnern, die größte Herausforderung?

Der enge Raum, das 24/7-Filmen, wenig Essen, wenig Schlaf. Das war maximal Stresslevel nach oben. Und in Summe natürlich das Paket.

Kommt für dich eine Aussprache, eine Aussöhnung mit jemandem aus dem Haus infrage?

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