Dating-App Bumble für 1,3 Milliarden Dollar verkauft
Das Geschäft mit den Dating-Apps steckt allerdings in einer tiefen Krise. Bumble kämpft genauso wie der größere Rivale Match, dem Tinder und Hinge gehören, mit rückläufigen Nutzerzahlen. Besonders die Generation Z sucht Liebe wieder häufiger offline statt online.
Neue Co-Chefs für Bumble
Vergangene Woche war die Firma nur noch rund 340 Millionen Dollar wert. Gründerin Whitney Wolfe Herd, die einst auch am Entstehen von Tinder beteiligt war, versuchte bei Bumble, Frauen die Hauptrolle zu geben: Nur sie durften bei der App Unterhaltungen anfangen. Diese Einschränkung wurde im August fallen gelassen. Und das Unternehmen versuchte noch viel mehr, um das Geschäft zu verbessern: von Preiserhöhungen, längeren Fristen für Antworten auf Anfragen bis hin zu KI-Tools, die den Benutzern beim Verfassen von Nachrichten helfen sollen.
Hinter dem Käufer Ithaca Holdings steckt unter anderem John Hegeman, ein früherer Topmanager des Facebook-Konzerns Meta. Ithaca gibt als Ziel an, in Unternehmen zu investieren, die das Leben von Menschen in einer von künstlicher Intelligenz veränderten Welt bereichern. Hegeman und der Ithaca-Mitgründer Ravi Gupta sollen laut Mitteilung der Unternehmen Co-Chefs von Bumble werden.
Gründerin Herd sagte laut BBC , sie werde trotz der Übernahme weiterhin »aktiv in das Unternehmen eingebunden« bleiben. Nach Bekanntwerden der Übernahmepläne stieg der Aktienkurs immerhin sprunghaft, die Bewertung des Unternehmens erhöhte sich so auf mehr als 580 Millionen Euro. Bumble hatte zuletzt noch etwa 3,2 Millionen zahlende Nutzerinnen und Nutzer.