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Davie Selke zu Hannover 96? Ex

Sport

Es gab intensive Gespräche zwischen Hannover 96 und Davie Selke – doch nach MOPO-Informationen wird der Transfer des HSV-Aufstiegshelden nach aktuellem Stand nicht zustande kommen. Der Grund: Selke ist für die Niedersachsen zu teuer.

Bei diesem Gerücht dürften auch HSV-Fans ganz genau hingeschaut haben. Hannover 96 beschäftigte sich intensiv mit einer Verpflichtung von Davie Selke. Jonas Boldt, von 2019 bis Mai 2024 Vorstand beim HSV und inzwischen Geschäftsführer bei den Niedersachsen, wollte den HSV-Aufstiegshelden offenbar nach Deutschland zurückholen.

Vertrag von Davie Selke bei Basaksehir läuft bis 2027

Nach MOPO-Informationen gab es tatsächlich intensiven Kontakt zwischen Hannover und Selke. Zu einem Wechsel wird es nach aktuellem Stand aber wohl nicht kommen. Der 31-Jährige ist für 96 finanziell nicht darstellbar.

Gemeinsam gearbeitet hatten Boldt und Selke beim HSV nicht. Boldt wurde im Mai 2024 entlassen, Selke zwei Monate später unter Boldts Nachfolger Stefan Kuntz verpflichtet. Der Mittelstürmer schoss den HSV anschließend mit 22 Treffern zurück in die Bundesliga.

Selke offenbar zu teuer für Hannover 96

Die „Bild“ hatte zuvor berichtet, dass Selke bei der Suche der Hannoveraner nach einem neuen Mittelstürmer ganz oben auf der Wunschliste stehe. Die MOPO-Recherche bestätigt, dass das Interesse konkret war und sich beide Seiten intensiv miteinander beschäftigten.

Doch die finanziellen Rahmenbedingungen stehen einem Transfer im Weg. Selke war nach dem HSV-Aufstieg ablösefrei zu Basaksehir Istanbul gewechselt, wo er einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison unterschrieb. Laut „Bild“ verdient der Angreifer dort rund zwei Millionen Euro pro Jahr, sein Marktwert wird bei transfermarkt.de auf 2,8 Millionen Euro geschätzt.

Hannover 96 hat Handlungsbedarf im Sturmzentrum

Für Hannover ist das Gesamtpaket nach MOPO-Informationen zu teuer. Deshalb zeichnet sich derzeit keine Einigung ab.

Dabei besteht bei den Niedersachsen durchaus Handlungsbedarf. Nach den Niederlagen zum Saisonstart in Cottbus (1:3) und gegen Wolfsburg (0:1) bemängelte 96 vor allem die Chancenverwertung. Auch beim deutlichen 9:1 im Pokal gegen Fünftligist Hemelingen sah Boldt noch Luft nach oben.

Ex-HSV-Boss Boldt kritisiert Hannovers Chancenverwertung

„Da hat sich unser altes Problem mit Aufwand und Ertrag gezeigt“, kritisierte der Ex-HSV-Boss anschließend. Es gehe unter anderem um „die Boxbesetzung und um Zweikampfverhalten“. Ein Strafraumstürmer wie Selke hätte sportlich gut ins Anforderungsprofil gepasst.

Der 1,95 Meter große Angreifer bringt neben seinen 22 Treffern für den HSV reichlich Bundesliga-Erfahrung mit. Für Werder Bremen, RB Leipzig, Hertha BSC und den 1. FC Köln absolvierte Selke insgesamt 238 Erstliga-Partien und erzielte dabei 46 Tore.

Selke nicht mehr Stammspieler bei Basaksehir

In Istanbul konnte er ebenfalls regelmäßig treffen. In seiner ersten Saison für Basaksehir gelangen ihm zehn Ligatore. Aktuell hat sich seine Situation allerdings verändert. Beim 2:0 zum Saisonauftakt gegen Kocaelispor kam Selke erst in der 75. Minute ins Spiel. Im Stürmer-Ranking ist er nur noch die Nummer drei.

Auch aus familiärer Sicht hätte eine Rückkehr nach Deutschland reizvoll sein können. Selke wurde vor wenigen Wochen zum zweiten Mal Vater.

Boldt hat beim Transfer von St. Paulis Aufstiegsheld Marcel Hartel bereits gezeigt, dass er prominente Spieler nach Hannover lotsen kann. Der 30-Jährige kam für 800.000 Euro von St. Louis City aus der nordamerikanischen MLS zu 96. Bei Selke sind die Dimensionen allerdings andere – und offenbar zu groß für die Hannoveraner.

Selke schwärmte gegenüber der MOPO vom HSV

Selke hatte im Dezember 2025 im großen MOPO-Interview von seiner HSV-Zeit geschwärmt: „Es war das schönste Jahr, das ich in meiner Profi-Karriere erlebt habe.“ Den Aufstieg und seine Torjägerkanone bezeichnete er als Erinnerungen, die bleiben werden. „Es war ein unbeschreibliches Jahr. Diese Erlebnisse, diese Gefühle, die ich dort hatte, waren so intensiv, dass sie schwer in Worte zu fassen sind“, sagte Selke. Und er machte unmissverständlich klar: „Ich werde mich in meiner Laufbahn, wenn ich gefragt werde, niemals gegen den HSV entscheiden.“

Er „schaue wirklich jedes Spiel und fiebere mit“, erzählte Selke. Seinen Wechsel nach Istanbul hatte er als spannende neue Erfahrung bezeichnet. Gleichzeitig verriet er, wie sehr Hamburg bei ihm und seiner Familie hängen geblieben ist: Sollten sie nach seiner Karriere in Deutschland leben, gebe es für sie zwei Optionen – Stuttgart oder Hamburg. Eine Rückkehr nach Norddeutschland wird es nun zumindest über Hannover nach aktuellem Stand nicht geben.

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