Dax aktuell: Dax kaum verändert - Chipwert größter Verlierer
Dax aktuell: Dax kaum verändert – Tech-Aktien unter Druck
Ein massiver Ausverkauf bei Chipwerten macht den Märkten in Asien und den USA zu schaffen. Der Dax kann sich im Plus halten. Mit Spannung blicken Anleger auf den Start der Bilanzsaison.
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Getty Images, Montage
Düsseldorf. Der Dax verteidigt seine Gewinne der vergangenen Handelstage und hält sich zur Eröffnung über der 25.000-Punkte-Marke. Am Nachmittag notiert der Leitindex kaum verändert bei 25.264 Punkten. Zum Handelsschluss am Montag lag er knapp unter 25.300 Punkten.
Mit dem Beginn der Bilanzsaison steht dem Aktienmarkt in den nächsten Wochen ein wichtiger Belastungstest bevor. Den Auftakt machen traditionell die Großbanken in den USA, deren Zahlen wegen des Anleihenhandels schwächer ausfallen.
JP Morgan bleibt dabei hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Das erste Mal seit mehr als zwei Jahren sanken die Erlöse aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren. Sie gingen um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Dennoch verzeichnete das Aktiengeschäft das beste dritte Quartal der Firmengeschichte. Die Bank steigerte ihre Erlöse im Aktienhandel um 49 Prozent auf rund fünf Milliarden Dollar.
Die Zahlen des Wettbewerbers Goldman Sachs deuten auf einen ähnlichen Trend hin: Goldman Sachs lag beim Anleihe- und Rohstoffhandel mit 3,47 Milliarden Dollar – ein Minus von knapp einem Prozent – ebenfalls unter den Erwartungen. Die Aktienhändler dagegen erzielten im dritten Quartal einen Erfolg und erwirtschafteten Erlöse von 6,44 Milliarden Dollar.
Der Nettogewinn von Wells Fargo stieg im dritten Quartal um 6,5 Prozent auf knapp sechs Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Erwartungen.
Die Citigroup legte am Dienstag solide Zahlen vor. Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Zinsprodukten erzielte sie 4,4 Milliarden Dollar, leicht über den Erwartungen, und vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamterlöse der Bank lagen bei 23,8 Milliarden Dollar, das höchste Ergebnis für ein drittes Quartal seit mindestens einem Jahrzehnt.
Am Mittwoch folgen die Geschäftszahlen von Morgan Stanley und der Bank of America.
Hierzulande schauen die Anlegerinnen und Anleger auf die Absatzzahlen von BMW. Der Einbruch des chinesischen Marktes hat dem Münchner Autobauer BMW im Sommer einen Absatzrückgang eingebrockt. Insgesamt verkaufte das Unternehmen im dritten Quartal nach Angaben vom Dienstag 551.072 Autos und Motorräder, das sind 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa profitierte BMW dagegen von der starken Nachfrage nach Elektroautos. Die Aktie gewinnt 2,4 Prozent.
Preis für Öl sinkt
Die Ölpreise bleiben angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und möglicher Angebotsrisiken ein bestimmendes Thema für die Märkte. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember verbilligt sich um 0,8 Prozent auf rund 105,8 Dollar je Barrel.
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