DAX mit Rückschlag -- Verluste in Asien -- Meta investiert Milliarden in KI -- Tesla-Cashflow überrascht -- SAP: Starkes Cloud-Geschäft -- NVIDIA, CoreWeave, NEL, QIAGEN, Ölpreise im Fokus
Am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag Verluste zu sehen.
Der DAX startete mit einem Abschlag von 0,57 Prozent bei 25.497,94 Punkten in den Handel und bleibt im Verlauf in der Verlustzone.
Der TecDAX startet 0,35 Prozent schwächer bei 4.053,66 Punkten und bleibt schwach.
Nach dem starken Mittwoch rutscht der DAX am Donnerstag damit wieder in die Verlustzone. Nach Zahlen großer US-Konzerne sorgt der Technologiesektor dafür, dass die Stimmung schon wieder umschwenkt, nachdem die Vortagserholung dem Leitindex noch den höchsten Stand seit vier Wochen beschert hatte.
Wegen eines Angriffs auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien stiegen auch die Ölpreise zudem wieder deutlich. Gute Zahlen des DAX-Schwergewichts SAP verpufften im Umfeld einer international wieder beobachteten Technologie-Schwäche. Die Erholung des NASDAQ 100 hatte am Vorabend in New York schon an Schwung verloren und über Nacht ging es an den technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea wieder merklich bergab. "Die Quartalsberichte von Tesla, Meta (Meta), IBM und SAP reichen nicht aus, um das Vertrauen in den Technologiesektor und hier insbesondere in den Chip-Sektor zu festigen", schrieb der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker. Tags zuvor hatten Milliardengewinne des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX die jüngsten Sorgen damit nur vorübergehend gemildert. Laut Bernecker belastet besonders, dass der Elektroautobauer Tesla auf die Investitionsbremse tritt. Der Marktbeobachter Stephen Innes sieht das Thema KI in einer schwierigen Phase zwischen technologischer Validierung und finanziellem Erfolg. Meta wachse zwar stark, habe aber auch klargemacht, dass der nächste Schub viel Geld kosten werde.
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An den europäischen Aktienmärkten sind Startverluste zu sehen.
Der EURO STOXX 50 gab zum Start 0,25 Prozent auf 6.192,11 Punkte nach, die Verluste werden ausgebaut.
Mit einem nervösen Geschäft rechnen Händler am Donnerstag an Europas Börsen. Die Hoffnungen auf einen Frieden im Nahen Osten sind wieder gedämpft, dafür rücken US-Verhandlungen mit Russland hinter dem Rücken der Ukraine in den Fokus. Die auch in Europa stark anlaufende Berichtssaison sei eine willkommene Abwechslung von den geopolitischen Unruhen, heißt es. Im Fokus stehen dazu Daten aus Frankreich, so das Verbrauchervertrauen. Nach den Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende wird hier mit schwachen Daten gerechnet, besonders nach der Gewinnwarnung der Supermarkt-Kette Carrefour. Sollte dies weitere Kreise ziehen und den breiten Konsum belasten, könnten auch Frankreichs Banken unter Druck geraten, die stärker an Konsumentenkrediten hängen als deutsche Institute. Auch die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen steht im Fokus, sie sprang am Vortag kurz über die 5-Prozent-Marke. Sorgen macht vor allem das Kreditrating Frankreichs: Am Freitagabend wird Moody's bekannt geben, ob eine weitere Abstufung erfolgt. Aktuell wird das Land bereits mit Aa3 und einem negativen Ausblick geführt. Technologiewerte werden am Donnerstag als Gewinner erwartet, nachdem es hier an der Wall Street wieder kräftig aufwärtsging.
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Die größten Börsen in Fernost zeigten sich am Donnerstag tiefer.
Der Nikkei 225 verlor zum Handelsende 2,65 Prozent auf 62.907,84 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland gab daneben der Shanghai Composite 1,48 Prozent auf 3.658,03 Indexpunkte ab.
In Hongkong drückten die Anleger den Hang Seng um 3,03 Prozent auf 22.934,68 Zähler.
Aktien in Asien gaben am Donnerstag nach, nachdem gemischte Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne die Anleger nicht über die Renditen massiver KI-Investitionen beruhigen konnten. Dies erneuerte den Druck auf Halbleiterwerte und chinesische Aktien.
Chiphersteller führten den Ausverkauf in Asien an, während chinesische Aktien einem Bärenmarkt nahe kommen. Die erneute Schwäche kommt zu einer Zeit, in der Anleger hinterfragen, ob hohe Ausgaben für Rechenzentren und Rechenkapazitäten ausreichende Renditen erbringen können. Finanzierungskosten und überpünktlich gestiegene Bewertungen verstärken die Bedenken hinsichtlich einer potenziellen KI-Blase.
Chinas Aktien schwächten sich vor dem Hintergrund schwindender Hoffnungen auf substanzielle Konjunkturmaßnahmen, lustloser Unternehmensgewinne und anhaltender Sorgen über den globalen KI-Handel weiter ab. Die Marktschwäche stand im Gegensatz zur anhaltenden Bereitschaft einzelner Anleger, in spezifische KI-Infrastrukturunternehmen zu investieren.
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