DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Dax sackt nach Rekordjagd ab - neue KI-Sorgen

Wirtschaft

Kräftige Kursverluste von Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) haben den Dax am Dienstag deutlich belastet. Die bereits in Asien negative Stimmung übertrug sich auf Europas Börsen, und in New York wurden Technologiewerte gemieden. Nach seinem Rekordlauf in den vergangenen drei Handelstagen fiel der deutsche Leitindex nun um 1,37 Prozent auf 25.465 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte zwei Prozent auf 32.627 Punkte ein. Am Morgen war der südkoreanische Kospi, zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally geworden, zeitweise um acht Prozent abgesackt. Am Ende stand ein Minus von knapp fünf Prozent zu Buche, vor allem ausgelöst durch einen Kursrutsch der Samsung-Aktie nach Eckdaten zum zweiten Quartal. Zwar sei das Zahlenwerk auf den ersten Blick hervorragend, doch die Aktie so hoch bewertet, dass bereits alle erdenklich positiven Erwartungen eingepreist gewesen seien, sagte Marktbeobachter Stephen Innes. Der "erste KI-Stresstest" sei damit fehlgeschlagen. Hinzu komme, dass die US-Bank Morgan Stanley einen Wandel im KI-Markt sieht: weg von Chips und hin zu Hyperscalern, also Betreibern riesiger Cloud-Rechenzentren, ergänzte Innes. Das leicht verdiente Geld mit wachstumsgetriebenen Chip- und Speicheraktien dürfte zunehmend einer breiteren zyklischen Rotation weichen, die durch den Iran-Krieg unterbrochen worden sei. Nun aber fielen die Ölpreise wieder und die Zinsen stabilisierten sich. KI-nahe Aktien kommen wieder unter Druck Hierzulande traf der bereits eingesetzte Stimmungsumschwung besonders stark das Papier des Energietechnikunternehmens Siemens Energy, das 8,9 Prozent einbüßte. Zusätzlich belastete noch unter eine Abstufung durch die Bank Barclays auf "Underweight". Laut Analyst Vlad Sergievskii preist die Aktie einen seit Generationen beispiellosen Aufschwung ein, der sich auf unbestimmte Zeit fortsetzen werde. Infineon sanken um rund acht Prozent, Hochtief um 5,1 Prozent, und im MDax sackten Elmos, Aixtron, Siltronic, Jenoptik und Suss Microtec zwischen sieben und 13,3 Prozent ab. TKMS nach Kurssprung moderat schwächer Für TKMS ging es nach einem Kurssprung um elf Prozent am Vortag am Nachmittag um drei Prozent abwärts. Wie inzwischen bestätigt, kauft Kanada zur Erneuerung seiner U-Boot-Flotte auch beim Kieler Marineschiffbauer ein. Europas Autowerte setzten ihre Erholung derweil fort. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts schaffte es an seine 50-Tage-Linie heran. Im Dax waren BMW und Mercedes-Benz stärkste Branchenvertreter mit jeweils rund einem Prozent Plus, Volkswagen und die MDax-Aktie Porsche AG gewannen indes nur rund ein halbes Prozent hinzu. Euro schwächer, Gold weiter träge Der Euro gab nach. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1429 US-Dollar. An Morgen hatte sie noch ein wenig höher notiert. Die Kursausschläge hielten sich in Grenzen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1433 (Montag: 1,1415) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8746 (0,8760) Euro. Besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus Deutschland bewegten den Markt kaum. Die Gesamtproduktion war im Mai stärker als erwartet gestiegen. Bereits am Montag hatten die Auftragseingänge der Industrie positiv überrascht. Die Zahlen gaben dem Euro jedoch keinen nachhaltigen Auftrieb. Seit Mitte Juni bewege sich der Euro "zwischen 1,135 und 1,145 Dollar und man bekommt langsam das Gefühl, dass dies noch ein wenig so weitergehen könnte", schrieb Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank in einem Kommentar. "Denn zumindest für den Moment scheinen keine großen Treiber in Aussicht. Zumindest für den Sommer." Auch bei Gold gab es wenig Bewegung. Nach den Erholungsgewinnen bis knapp unter 4.200 US-Dollar in den ersten Handelstagen des Monats zeichnet sich keine klare Richtung ab, am Dienstag gab der Kurs je Feinunze (31,1 Gramm) bis zum Handelsschluss in Frankfurt um 0,29 Prozent auf 4.145 Dollar nach. Bleib auf dem Laufenden: Immer freitags um acht Uhr bekommst du von onvista-Redaktionsleiter Georg Buschmann das Börsenthema der Woche direkt ins Postfach, erfährst, welche Aktien die Community besonders interessieren und welche Termine an der Börse in der nächsten Woche wichtig werden (mit Material von dpa-AFX)

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