DAX +1,19 % 25.480,82 Pkt 12:42:26 MDAX +1,45 % 30.309,36 Pkt 12:42:26 Euro Stoxx 50 +0,34 % 6.137,06 Pkt 12:42:15 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,38 % 4.023,10 USD 12:47:21 Silber -1,36 % 53,37 USD 12:47:12 Brent -5,15 % 109,84 USD 12:47:25 WTI -0,82 % 100,93 USD 12:47:21 Bitcoin -0,27 % 79.788,01 USD 12:57:22 EUR/USD -0,61 % 1,11500 USD 12:56:45 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 12:57:25 EUR/CHF -0,04 % 0,92370 CHF 12:57:25 EUR/JPY -0,05 % 175,826 JPY 12:57:26

Dax-Schwergewicht über 7 Prozent im Minus: Möglicher Musk-Deal lässt Telekom-Aktie einbrechen

Technologie

Es braucht keine Gewinnwarnung und keine schlechten Geschäftszahlen, um an der Börse Milliardenwerte zu vernichten. Manchmal reicht eine Ankündigung – in diesem Fall kommt sie von Elon Musk.

Am Freitagmorgen stürzt die Aktie der Deutschen Telekom zeitweise um mehr als sieben Prozent ab und bildet das Schlusslicht im Dax. Dahinter steckt die Sorge, dass Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX den amerikanischen Mobilfunkmarkt aufmischen könnte. Für die Bonner steht viel auf dem Spiel: Ausgerechnet ihr bislang lukratives US-Geschäft gerät unter Druck.

Telekom-Aktie fällt: Elon Musk greift die Mobilfunkriesen an

Auslöser des Kurssturzes ist ein Geschäft, das SpaceX am Donnerstag angekündigt hat. Elon Musks Unternehmen will der Investmentgesellschaft Grain Management Nutzungsrechte für Mobilfunkfrequenzen in den USA abkaufen. Diese sind besonders wertvoll, weil sie große Reichweiten ermöglichen und Signale vergleichsweise gut durch Gebäudewände dringen.

Damit könnte SpaceX seinen Satellitendienst Starlink ausbauen und künftig stärker mit etablierten Mobilfunkanbietern wie T-Mobile, AT&T und Verizon konkurrieren. Wie Reuters berichtet, will sich SpaceX zunehmend als eigenständiger Mobilfunkanbieter positionieren. Zunächst muss die amerikanische Regulierungsbehörde FCC dem Geschäft allerdings noch zustimmen.

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Warum die Deutsche Telekom besonders leidet

Für das Dax-Schwergewicht ist die Entwicklung brisant. Über T-Mobile US verdient die Deutsche Telekom einen bedeutenden Teil ihres Geldes auf dem amerikanischen Markt. Dort konkurriert die Tochter bislang vor allem mit AT&T und Verizon.

Ein zusätzlicher Wettbewerber könnte diesen Markt grundlegend verändern. Sollte SpaceX mit aggressiven Preisen Kunden gewinnen, müssten die etablierten Anbieter möglicherweise ihre Tarife senken oder zusätzliche Milliarden in ihre Netze investieren. Beides könnte die Gewinnmargen schmälern.

Die Nervosität erfasst deshalb die gesamte Branche. AT&T und Verizon verloren nachbörslich rund 6,6 beziehungsweise 5,7 Prozent. Auch T-Mobile US geriet massiv unter Druck.

Der Markt fürchtet eine Zukunft, die noch gar nicht existiert

Dabei ist keineswegs sicher, dass Musk die etablierten Mobilfunkkonzerne tatsächlich verdrängen kann. Die neuen Frequenzen reichen allein nicht aus, um ein flächendeckendes Hochleistungsnetz aufzubauen. Gerade in dicht besiedelten Städten bleiben Sendemasten, Glasfaseranbindungen und zusätzliche Investitionen notwendig.

Nach Einschätzung der Analysten von Bernstein, über die „MarketWatch“ berichtet, könnte der Aufbau eines konkurrenzfähigen Netzes Investitionen zwischen 50 und 130 Milliarden Dollar erfordern.

Keine unmittelbaren Gewinneinbußen durch SpaceX nachgewiesen

Zudem reagieren die etablierten Anbieter längst. Erst am 1. Oktober kündigten AT&T, Verizon und T-Mobile ein Gemeinschaftsunternehmen an, das Satellitenverbindungen zur Schließung von Funklöchern nutzen soll.

Für Telekom-Aktionäre liegt darin die entscheidende Unterscheidung: Bislang sind keine unmittelbaren Gewinneinbußen durch SpaceX nachgewiesen. Die Börse bewertet vielmehr ein mögliches Zukunftsszenario neu. Ob der Kurseinbruch gerechtfertigt ist, hängt davon ab, wie schnell Musk aus seiner technologischen Ankündigung ein wettbewerbsfähiges Mobilfunkgeschäft machen kann.

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