DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.446,18 USD 13:55:38 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

DDR5 aus China: Preise für CXMT-Speicher bereits höher als DRAM von Samsung

Wirtschaft

Die hohe Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren stärkt Chinas Hersteller CXMT und YMTC. Reuters zufolge können beide Unternehmen inzwischen höhere Preise verlangen, Großkunden langfristig binden und ihre Fertigungskapazitäten deutlich ausbauen. CXMT verlangt mehr als Samsung Chinesische Speicherchips galten lange als günstigere Alternative zu Produkten von Samsung, SK Hynix und Micron. Zumindest teilweise scheint sich dieses Verhältnis nun umzudrehen. Laut Reuters verlangte CXMT zuletzt für vergleichbare DDR5-Servermodule mit 64 GB mehr als Samsung. Der südkoreanische Hersteller soll rund 1.240 US-Dollar pro Modul berechnen. Wie hoch der Preis von CXMT genau ausfällt, bleibt aber offen. Grund für die gestiegene Marktmacht ist die hohe Nachfrage nach DRAM und NAND-Flash für KI-Rechenzentren. CXMT und YMTC können Reuters zufolge zunehmend selbst entscheiden, welche Kunden sie zuerst beliefern und zu welchen Konditionen. Mehrere chinesische Unternehmen sollen sich deshalb bereits bei Behörden über Preiserhöhungen beschwert haben. Milliardendeals mit ByteDance und Tencent Besonders deutlich wird die neue Stellung von CXMT bei mutmaßlichen Großaufträgen chinesischer Technologiekonzerne. Reuters zufolge hat der DRAM-Hersteller im Juli einen fünfjährigen Vertrag mit ByteDance im Wert von mehr als sieben Milliarden US-Dollar geschlossen. Bereits im Juni soll eine Vereinbarung mit Tencent über mehr als drei Milliarden US-Dollar hinzugekommen sein. Auch mit Huawei soll es wegen mehrerer Preiserhöhungen zu Spannungen gekommen sein. Die beteiligten Unternehmen bestätigten weder die Verträge noch den Streit. Reuters beruft sich auf Gespräche mit Führungskräften, Ingenieuren, Zulieferern und US-Beamten sowie auf chinesische Unternehmens- und Regierungsunterlagen. Produktion soll sich mehr als verdoppeln CXMT gilt mittlerweile als viertgrößter Speicherhersteller der Welt, nach Samsung, SK Hynix und Micron. Im ersten Quartal 2026 soll der Umsatz 7,5 Milliarden US-Dollar erreicht haben, 719 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig baut das Unternehmen neue Fabriken in Shanghai und Hefei. Dadurch soll die monatliche Fertigungskapazität auf mehr als 600.000 Wafer steigen und sich damit mehr als verdoppeln. Auch YMTC plant zwei zusätzliche Fabriken und bereitet Reuters zufolge einen Börsengang vor. Beide Hersteller profitieren von staatlicher Unterstützung und Fördermitteln regionaler Regierungen. Einen Überblick der geplanten zusätzlichen Produktionskapazitäten auch in China liefert der Bericht: DRAM-Ausbaupläne im Detail: Viel zusätzliche Kapazität bis 2030 ist dennoch nicht genug Technischer Rückstand bleibt Technologisch liegen die chinesischen Anbieter weiterhin hinter Samsung, SK Hynix und Micron. CXMT und YMTC sind auf DUV-Lithografieanlagen von ASML angewiesen, während die führenden Hersteller auch EUV-Technik einsetzen können. Besonders groß bleibt der Abstand bei High Bandwidth Memory für KI-Beschleuniger: CXMT soll hier noch zwei Generationen beziehungsweise mehrere Jahre zurückliegen. Der Aufstieg der chinesischen Hersteller beschäftigt deshalb auch die USA. YMTC steht bereits seit 2022 auf der sogenannten Entity List, weitere Beschränkungen gegen CXMT sind im Gespräch. Während Micron laut Reuters auf strengere Regeln drängt, soll Apple vor zusätzlichen Sanktionen gewarnt haben – sie wollen günstigeren Speicher in China kaufen Der KI-Boom verschafft CXMT und YMTC dennoch schon heute deutlich mehr Marktmacht. Beide Unternehmen konkurrieren nicht mehr allein über niedrige Preise, sondern können ihre Konditionen zunehmend selbst bestimmen.

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