Deal als „inakzeptabel“ ab – Ölpreis steigt
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„Inakzeptabel“: Trump lehnt Iran-Deal ab – Ölpreis explodiert erneut
Von: Lisa Mahnke
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Trump lehnt Irans Friedensvorschlag ab: Ölpreise steigen, Teheran wartet auf offizielle Antwort – und droht bereits mit Wiederaufnahme der Kämpfe.
Washington, D: C. – US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Vorschlag Teherans für ein Ende des Iran-Kriegs öffentlich abgelehnt. Der Deal sei „inakzeptabel“. An den Finanzmärkten sorgte Trumps öffentliche Anmerkung prompt für neue Unsicherheit: Die Ölpreise sprangen am Montag (28. September) nach oben.
„Sie wollen eine Einigung erzielen, bei der sie die Meerenge sofort öffnen, weil sie so deutlich zurückliegen“, sagte Trump im Gespräch mit der Nachrichtenseite Axios. „Sie wollen eine Einigung erzielen, und ich finde das in Ordnung. Ich schließe auch gerne Vereinbarungen, aber diese Einigung wäre inakzeptabel.“
Ölpreise steigen nach Trumps Ablehnung des Iran-Deals
Die Ölmärkte reagierten unmittelbar auf die Ablehnung. Das US-Leichtöl WTI verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 93,11 Dollar, die Nordseesorte Brent um 1,3 Prozent auf 105,64 Dollar pro Barrel, wie Reuters berichtet. Zwar haben sich die Ausfuhren zuletzt erholt. Nach vorläufigen Daten des Analysehauses Kpler, die Reuters zitiert, lagen die Exporte aus der Golfregion im September 2026 bei rund 12,8 Millionen Barrel pro Tag. Durch die Straße von Hormus sollten in diesem Monat rund 7,4 Millionen Barrel täglich transportiert werden.
Von dem Vorkriegsniveau ist die Region allerdings noch weit entfernt. Im Februar vor dem Iran-Krieg wurden laut Kpler-Daten rund 18,8 Millionen Barrel pro Tag aus der Region exportiert. Der Iran-Krieg begann mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar, dem letzten Tag des Monats. Die derzeitige Menge liegt damit etwa sechs Millionen Barrel unter dem Vorkriegsniveau.
Weitere Verhandlungen mit den USA zum Iran-Krieg? Teheran wartet auf offizielle Antwort – und droht trotzdem
Wie es nun mit den Verhandlungen zum Iran-Krieg weitergeht, ist derweil unklar. Denn während Trump den Vorschlag bereits öffentlich abgelehnt hat, wartet Teheran nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghchi noch auf eine offizielle Rückmeldung. „Wir haben die erste Reaktion des US-Präsidenten gesehen, aber von den Vermittlern haben wir bisher noch nichts erfahren“, betonte Araghchi laut CNN.
Laut Axios könnten mögliche indirekte Gespräche über katarische Vermittler bereits am Montag (28. September) geführt werden. Allerdings betonte Araghchi gegenüber NBC News bereits: „Wir sind bestens darauf vorbereitet, dass der Krieg wieder aufgenommen wird.“ Er war auf einen Bericht des Wall Street Journals angesprochen worden, nach dem Trump nach den US-Zwischenwahlen die Angriffe in der Golfregion wieder aufnehmen könnte.
Was Teheran für die Öffnung der Straße von Hormus fordert – und was Trump kritisiert
Der iranische Vorschlag sieht vor, die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus zu öffnen und den Schiffsverkehr binnen sieben Tagen wiederherzustellen. Im Gegenzug fordert Teheran unter anderem die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und die Möglichkeit, wieder Öl zu verkaufen.
Die iranische Seite hatte betont, die Bedingungen seien „nichts weiter“ als die, die auch bei dem im Juni unterschriebenen Abkommen für einen kurzzeitigen Waffenstillstand im Vertrag gestanden hätten. Erneute Angriffe hatten die Vereinbarung damals zum Scheitern gebracht. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, betonte im Gespräch mit CNN, die USA könnten dem Iran nicht erlauben, dass die eingefrorenen Vermögen freigegeben würden.
Waltz erläuterte weiter, Trump habe nicht gefallen, dass der Iran „alles im Voraus“ verlangt habe. Der US-Präsident habe zugleich „viele gute Dinge und auch viele widersprüchliche Dinge“ gesagt, sodass man keine voreiligen Schlüsse ziehen wolle. Trump selbst betonte im Gespräch mit Axios, man hätte dem Deal vor einem Jahr zustimmen können, jetzt aber nicht mehr.
USA sehen keinen Zeitdruck für Iran-Deal – neue Kämpfe im Jemen
Womöglich könnte ein Ende des Iran-Kriegs weiter in die Ferne rücken. „Wir sind nicht in Eile“, erklärte ein anonymer Beamter dem CNN. Grund sei eine starke Position der USA in der Straße von Hormus. Auch US-Außenminister Marco Rubio hatte betont, es benötige für einen Deal „viel harte Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg“. Trump hatte bereits angedeutet, dass auch ein möglicher Iran-Deal erst nach den Zwischenwahlen passieren könne.