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Deal in der Weltgeschichte“ mit Venezuela

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Trump sichert sich Venezuelas Öl mit dem „größten Öl-Deal in der Weltgeschichte“ – doch Experten zweifeln

Von: Simon Schröder

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65 Milliarden Barrel Öl sollen die USA aus Venezuela bekommen. Trump verspricht sinkende Spritpreise – doch grundlegende Rechtsfragen bleiben offen.

Washington, D.C/Caracas – Die US-Regierung hat sich laut US-Präsident Donald Trump die Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social schrieb. Das entspricht rund einem Fünftel der Vorkommen in dem lateinamerikanischen Land. Trump bezeichnete die Einigung auf seinem Onlinedienst Truth Social als „den größten Öl-Deal in der Weltgeschichte“ und versicherte, die US-Erdölreserven würden damit mehr als verdoppelt.

Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth hätten die Vereinbarung „in direkter Zusammenarbeit“ mit Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ausgehandelt, erklärte Trump. Private Unternehmen sollen an der Umsetzung beteiligt werden; den US-Steuerzahlern entstünden laut Trump keine Kosten. Rubio ergänzte auf X, der Deal werde Venezuela fast 100 Milliarden Dollar an privaten Investitionen sowie „tausende gut bezahlte Jobs“ bringen und damit zum „Wiederaufbau von Venezuelas Wirtschaft“ beitragen.

Trump kündigt Öl-Deal mit Venezuela an – Übergangspräsidentin Rodríguez bestätigt das Abkommen

Rodríguez bestätigte das Abkommen und sprach von einem „historischen“ Schritt. Rodríguez erklärte, Ziel sei es, Venezuelas Position als Energieproduzent weiter zu festigen „und unsere immensen Reserven in den Dienst der nationalen Entwicklung, der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Steigerung der Einkommen unserer Arbeitnehmer und des Wohlergehens unseres Volkes zu stellen“, wie CNN die Übergangspräsidentin zitiert.

Konkret gehe es um die Entwicklung von 17 strategisch wichtigen Ölfeldern mit einem Potenzial von 65 Milliarden Barrel. Neben den über 100 Milliarden Dollar an Investitionen erwartet sie mehr als 209 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen für den venezolanischen Staat. Die Vereinbarung werde „eine bedeutende Wirkung für die Wiedergeburt unserer Nation“ haben, schrieb sie auf Telegram.

Experten zweifeln an Trumps Öl-Deal mit Venezuela – viele Fragen bleiben offen

Experten äußern jedoch Zweifel an der Umsetzbarkeit. Jorge Pinon vom Energie-Institut der University of Texas bezeichnete den Deal laut der Nachrichtenagentur AFP als „unkonventionell“ und stellte grundlegende Rechtsfragen: „Ist es ein Verkauf? Ist es die Übertragung eines Eigentumstitels? Wird es erst transferiert, wenn die Reserven tatsächlich produziert wurden?“ Energieexperte John Kilduff von Again Capital betonte, die USA müssten in Venezuela „eine Art staatliche Zone einrichten“, damit US-Unternehmen ohne politische Risiken investieren könnten.

Der Deal kommt zu einem innenpolitisch heiklen Zeitpunkt für Trump. Die strategischen Ölreserven der USA befinden sich laut der US-Energiebehörde EIA auf dem niedrigsten Stand seit November 1982 – eine direkte Folge des laufenden Iran-Kriegs. Der durchschnittliche Benzinpreis lag zuletzt bei 4,09 Dollar pro Gallone, ein Anstieg von über einem Drittel seit Kriegsbeginn. Laut dem Automobilverband AAA könnte es für US-Autofahrer der teuerste August der Geschichte werden. Trump versprach, der Venezuela-Deal werde die Spritpreise „für alle Amerikaner“ auf Jahre hinaus senken. (Quellen: AFP/dpa/CNN/X/Truth Social) (sischr)

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