DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Deal mit Israel – 2000 Jobs in deutschem Werk wieder ungewiss

Wirtschaft

Audioplayer wird geladen Anzeige Die Pläne klangen gut: Das kriselnde VW-Werk in Osnabrück sollte als Rüstungsproduzent neu aufgestellt werden, hergestellt werden sollten dort Komponenten des sogenannten „Iron Dome“, eines Abwehrsystems, mit dem sich Israel vor Angriffen mit Raketen und Drohnen schützt. Ende April wurde bereits eine entsprechende Absichtserklärung zwischen Volkswagen und der israelischen Firma Rafael Advanced Defense Systems unterzeichnet. Doch nun steht der Deal offenbar auf der Kippe: Denn Großaktionär Katar ist offenbar nicht willens, eine Kooperation oder ein Joint Venture mit einem israelischen Unternehmen zu billigen. Das berichten aktuell „Bild“-Zeitung und „Handelsblatt“. Anzeige Lesen Sie auch Bis Mitte 2027 werden im Werk Osnabrück (knapp über 2000 Mitarbeiter) noch Cabrios des Modells T-Roc produziert. Was danach passiert, ist völlig unklar. Volkswagen sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen. Die Umstrukturierung wurde deshalb von Unternehmen und Bundesregierung begrüßt, nicht aber vom Aktionär aus Katar. Der Staatsfonds Qatar Investment Authority ist aktuell der drittgrößte Einzelaktionär bei VW. Anzeige Wie es in dem Bericht weiter heißt, wäre ein Verkauf des Werks an Rafael womöglich noch toleriert worden, nicht aber eine dauerhafte Zusammenarbeit mit einem israelischen Unternehmen. Lesen Sie auch Die Beziehungen zwischen Doha und Jerusalem sind seit dem Beginn des Gazakriegs angespannt. „Selbst eine indirekte Beteiligung an einer Rüstungskooperation mit Israel wäre (...) für die katarische Regierung schwer zu rechtfertigen“, heißt es im „Handelsblatt“-Bericht weiter. Nouripour warnt vor Verlust staatlicher Souveränität Die Unterstützung Israels ist bekanntlich ein zentraler Pfeiler der deutschen (Außen-)Politik. Grünen-Politiker Omid Nouripour, von 2021 bis 2025 Obmann im Auswärtigen Ausschuss, schlug im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ denn auch Alarm. „Die Entscheidung berührt nicht nur Volkswagen, sondern auch unsere nationalen Sicherheitsinteressen“, sagte Nouripour. „Wenn ein Investor durch ein Veto Einfluss auf strategische Technologien und industrielle Sicherheitskapazitäten nehmen könne, sei das nicht nur eine unternehmerische Frage, sondern eine zentrale Frage staatlicher Souveränität.“ Der „Bild“-Zeitung zufolge könnte Israel für die Produktion weiterer Iron-Dome-Raketen nun den Standort Indien ins Auge fassen. Bereits produziert werden diese in den USA, dort eröffnete Rafael 2024 im US-Bundesstaat Arkansas ein Werk. Ein VW-Sprecher erklärte auf WELT-Anfrage, der Konzern kommentiere „Spekulationen bezüglich des Standorts Osnabrück nach wie vor nicht“. Laut „Capital“ prüft auch das Land Niedersachsen eine Beteiligung an dem Werk in Osnabrück. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. cuk/krott

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