Debatte zu Batteriespeichern an Ladesäulen: Leser fordern Netzausbau statt Notlösungen
Der vollständige Artikel von edison.media, ist hier verfügbar: Zu wenig Netzkapazität für E-Autos: Speicher sollen helfen Batteriespeicher an Schnellladern sorgen für Diskussionen: Lichtblick will damit in Stralsund und Heiligenhafen begrenzte Netzanschlüsse überbrücken und Lastspitzen glätten. Der Beitrag verweist zudem auf lange Wartezeiten für stärkere Anschlüsse und steigenden Bedarf durch E-Autos und Lkw. Das größte Community-Lager sieht Versäumnisse bei Politik und Netzausbau, während andere vor allem ein kostenträchtiges Geschäftsmodell für Betreiber erkennen. Eine weitere Perspektive bezweifelt wegen zusätzlicher Lade- und Entladevorgänge den energetischen Nutzen. In den Kommentaren treffen der Wunsch nach schneller Ladeinfrastruktur, Sorgen um Preise und Zweifel an der technischen Effizienz aufeinander. Verteilung der Lesermeinungen Netzausbau versagt, Politik trägt Schuld Mit 44 Prozent bildet diese Perspektive den größten Teil der Debatte. Viele Leser sehen in den Speichern an den Lichtblick-Standorten keine dauerhafte Antwort auf die begrenzte Netzkapazität, sondern eine Folge mangelhafter Planung: E-Technologien seien zu früh gefördert worden, während Netze und Anschlüsse nicht rechtzeitig mitwachsen. Sie verweisen auf lange Vorlaufzeiten für Anschlüsse, den zusätzlichen Strombedarf durch Wärmepumpen, Industrie und E-Lkw sowie auf Genehmigungshürden und fordern, dem Netzausbau politisch mehr Priorität zu geben. ANZEIGE ANZEIGE „So ist das, wenn man das Pferd von hinten aufzäumt. Erst die Infrastruktur bereitstellen, dann die Leute zum Umstieg animieren. Das wäre die richtige Reihenfolge gewesen. Aber was weiß denn schon der einfache Bürger vom Leben, wenn die Politik es doch besser weiß – so jedenfalls die Denkweise in Deutschland. In Berlin zieht man wohl auch in Gebäude ein, die dann erst gebaut werden.“ Zum Originalkommentar „Ach, wie kann das denn sein? Da werden Milliarden an Subventionen für E-Autos rausgehauen, und dann gibt das Netz teilweise nicht genügend Strom her?“ Zum Originalkommentar „Meines Erachtens alles nur Notlösungen. Denn steigt der Bedarf weiter durch noch mehr E-Autos und LKW, Wärmepumpen und Umstellung der Industrie, werden irgendwann die Drähte anfangen zu glühen. Dann hilft auch kein Batteriespeicher mehr, dann wird rationiert werden müssen. Und um das ganze Land auf- und umzugraben, fehlt schlicht und einfach das Geld. Die sind ja jetzt schon mit ihren Haushalten am Knapsen.“ Zum Originalkommentar „„Junge verwies auf die weiterhin großen Hürden bei Genehmigungen und Netzanschlüssen sowie die wachsenden Anforderungen durch Megawatt-Laden.” Nein, das ist die Physik und hat etwas mit der Realität zu tun: Man kann nicht mal soeben überall aufgraben und stärkere Zuleitungen legen.“ Zum Originalkommentar Betreiber verdienen an Pufferspeichern 32 Prozent der Leser betrachten die im Artikel beschriebenen Pufferspeicher vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Sie erwarten, dass Betreiber die Investitionskosten über höhere Preise je Kilowattstunde an Fahrer weitergeben, und befürchten, dass günstig gespeicherter Strom später teurer verkauft wird. Zugleich erkennen einige darin ein Geschäftsfeld für Batteriehersteller und verweisen darauf, dass Speicher an Ladeparks oder batteriegepufferte Säulen bereits eingesetzt werden. „Diese vermehrt installierten Speicher kosten nun mal dem Betreiber Geld, das er von den Kunden in Form von höheren Preisen pro kWh zurückhaben will.“ Zum Originalkommentar „Diese Pufferspeicher könnten an allen Schnellladern stehen. Auch das Schnelladesystem von BYD und Tesla sieht derartige Speicher vor. Sie tragen dazu bei, Stromspitzen zu glätten und geben den Betreibern zudem die Möglichkeit, im Netz überflüssigen und deshalb billigen Strom zu speichern, um ihn dann etwas später teurer weiterzuverkaufen.“ Zum Originalkommentar „Diese Speicher sind sicherlich wesentlich teurer als Batterien bei Varta, die Betreiber der Ladesäulen sind kein Wohlfahrtsinstitut und müssen ihre Investitionen auf den Ladestrom umlegen. Das heißt für Leute, die rechnen können: Die Ladepreise werden stetig weiter steigen.“ Zum Originalkommentar „Das wird ein gutes Geschäft für CATL, SK On, Samsung SDI und viele andere, nicht in Deutschland ansässige Unternehmen.“ Zum Originalkommentar „Wo vor wenigen Jahren noch 1–2 50-kW-Lader standen, sind heute Ladeparks mit 10–20 Ladesäulen. Macht doch Sinn, die mit Akkus zu puffern, und ich meine, schon einige Ladeparks mit solchen Akkucontainern in unmittelbarer Nähe gesehen zu haben.“ Zum Originalkommentar Ladeverluste machen E-Mobilität ineffizient Auf zwölf Prozent kommt die Perspektive, die technische Verluste beim Laden und Zwischenspeichern in den Mittelpunkt stellt. Diese Leser bezweifeln, dass die Speicherlösung für die Lichtblick-Schnelllader energetisch überzeugt, weil jeder Lade- und Entladevorgang Wirkungsgrad kostet. Sie sorgen sich, zusätzliche Pufferzyklen könnten Energie verschwenden und je nach Strommix die CO2-Bilanz der E-Mobilität verschlechtern. „Es ist ja inzwischen bewiesen, dass ein Viertel (24 %) des Ladestroms beim Laden verloren geht. Ist das nicht absolute Verschwendung von Energie?“ Zum Originalkommentar „Und die Ladeverluste bei der Umwandlung von elektrischer Energie in chemische Energie? Elegant unter den Teppich gekehrt. Hier mal die Ladebilanz mit Pufferspeicher nach unten abgerundet: - Rein in den Puffer: -10 % - Raus aus dem Puffer: -10 % - Rein in den Kfz-Akku: -10 % - Raus aus dem Kfz-Akku: -10 % Von 100 % Primärenergie bleiben noch 60 % übrig, die dem Antriebsstrang des E-Autos zugeführt werden. Dieser arbeitet aber auch nicht verlustfrei. Damit wäre man dann in der Nähe des Wirkungsgrades eines Verbrennungsmotors. Es lebe der Fortschritt.“ Zum Originalkommentar „Jeder Lade-Entlade-Vorgang führt zu Verlusten. Am Ende gibt es zwar mehr E-Autos, aber auch mehr CO2-Ausstoß! Deutschland hat nach Polen die schlechteste CO2-Bilanz der EU. Da kann man schon fragen, ob 1000 Milliarden Euro sinnvoll eingesetzt wurden.“ Zum Originalkommentar Andere Meinungen Weitere zwölf Prozent entfallen auf kurze, ironische oder themenferne Einwürfe sowie einzelne Vorschläge. „Da hilft nur noch ein vernünftiges Dieselaggregat! Das läuft zuverlässig und viel preiswerter als diese Mikrospeicher…“ Zum Originalkommentar „Ein Ziehauf, um diese Technik irgendwie zum Laufen zu bringen.“ Zum Originalkommentar Diskutieren Sie mit: Sind Batteriespeicher an Ladesäulen eine sinnvolle Brücke – oder muss der Netzausbau klar Vorrang haben? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren. Hinweis: Die zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Analyse und Strukturierung erfolgen mithilfe Künstlicher Intelligenz. Die zusammenfassenden Texte und Einordnungen werden redaktionell kuratiert und bearbeitet.