DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,04 % 4.098,60 USD 22:59:54 Silber -1,77 % 57,78 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +3,84 % 86,80 USD 22:59:59 Bitcoin +0,29 % 63.005,13 USD 04:59:46 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:22 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:22 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:22 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:22

Demenz vorbeugen: WHO nennt 45% vermeidbare Fälle weltweit

Allgemein

Eine neue globale Studie zeigt: Die Risikofaktoren für Demenz unterscheiden sich je nach Land erheblich. Während in Industrienationen Lebensstilfaktoren dominieren, spielen in Entwicklungsländern oft Bildungsdefizite die Hauptrolle. Forscher fordern daher maßgeschneiderte Präventionsstrategien. Länderspezifische Risikoprofile im Vergleich Die im Fachjournal The Lancet Healthy Longevity veröffentlichte Analyse der University of Southern California (USC) wertete Daten von mehr als 214.000 älteren Erwachsenen aus 14 Ländern aus. Das Team um Emma Nichols und Jinkook Lee verglich dabei China, Indien, Brasilien, die USA und England. Die Unterschiede sind enorm: In China hatten 86 Prozent der Probanden eine niedrige formale Bildung, in den USA nur 12 Prozent. Beim Body-Mass-Index dreht sich das Bild: Einen hohen BMI wiesen in den USA rund 45 Prozent auf, in Indien lediglich 13 Prozent. Trotz dieser Unterschiede fanden die Forscher weltweit ähnliche Muster bei kardiovaskulären Risiken. WHO sieht Präventionspotenzial von 45 Prozent Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte im Juli 2026 aktualisierte Leitlinien zur Demenzprävention. Sie basieren auf Berichten der Lancet-Kommission aus dem Jahr 2024. Demnach ließen sich bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle durch die Beeinflussung von 14 modifizierbaren Risikofaktoren vermeiden oder hinauszögern. Zu den bekannten Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes kommen nun auch hohes LDL-Cholesterin und unbehandelter Sehverlust hinzu. Weltweit leben schätzungsweise 57 Millionen Menschen mit Demenz, jährlich kommen etwa 10 Millionen Fälle dazu. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr. Indien und Lateinamerika: Regionale Besonderheiten Eine Langzeitstudie der Rutgers University untersuchte Indien über 25 Jahre. Hörverlust erwies sich dort als kritischer Faktor: 41 Prozent der Erwachsenen sind betroffen, das Demenzrisiko steigt um 59 Prozent. Begrenzte Bildung macht in Indien 22 Prozent des modifizierbaren Risikos aus – der globale Durchschnitt liegt bei 8 Prozent. Anzeige Wer sich mit den veränderbaren Risikofaktoren für die geistige Gesundheit beschäftigt, findet in diesem kostenlosen Ratgeber elf praktische Alltagsübungen zur gezielten Vorsorge. 11 Alltagsübungen zur Demenzvorbeugung jetzt kostenlos entdecken In Lateinamerika beobachten Forscher der Washington University und der Newcastle University einen alarmierenden Trend. In Mexiko, Peru und Puerto Rico stieg die Demenzprävalenz innerhalb von 20 Jahren von jedem zehnten auf jeden sechsten älteren Erwachsenen. Hauptursachen: zunehmende Adipositas, Bewegungsmangel und unkontrollierte Stoffwechselerkrankungen. Bluthochdruck: Behandlung entscheidet über Gedächtnisabbau Eine Studie im American Journal of Preventive Medicine analysierte Daten aus vier Ländern. Das Ergebnis: Unbehandelte Hypertonie beschleunigt den Gedächtnisabbau – allerdings mit regionalen Unterschieden. In China zeigte sich bei unbehandelten Patienten ein deutlich schnellerer kognitiver Abbau als bei behandelten. In den USA und England war Hypertonie generell mit einem schnelleren jährlichen Gedächtnisverlust verbunden. Die Autoren betonen die Bedeutung eines konsequenten Therapiemanagements über verschiedene Gesundheitssysteme hinweg. Anzeige Da Bluthochdruck als einer der wesentlichen Risikofaktoren für den geistigen Abbau gilt, zeigen Experten in diesem Gratis-Report, wie man seine Werte auf natürlichem Weg regulieren kann. 7 Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung hier kostenlos herunterladen Globale Diagnose-Lücken: 75 Prozent ohne Befund Die praktische Umsetzung der Prävention hakt jedoch gewaltig. Laut dem „AD Atlas" von Alzheimer's Disease International haben rund 75 Prozent der Betroffenen weltweit keine formale Diagnose erhalten. Nur etwa 24 Prozent der Länder verfügen über voll finanzierte nationale Demenzpläne. Während Japan und Südkorea robuste Pläne implementiert haben, aber mit hoher Prävalenz kämpfen, tragen in Brasilien die Familien mehr als 70 Prozent der Kosten. Experten fordern daher strukturelle Investitionen in Überwachung und Diagnosekapazitäten – nur so lässt sich der globalen Herausforderung begegnen.

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