DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +1,43 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber +0,34 % 57,79 USD 22:59:48 Brent 0,00 % 90,12 USD 20:28:19 WTI 0,00 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +0,71 % 63.211,32 USD 19:25:44 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:53 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:53 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:53 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:53

Demenzprävention: Lifestyle-Intervention steigert Kognition um 55%

Allgemein

Die im Juli 2026 vorgestellten Ergebnisse der LatAm-FINGERS-Studie markieren einen wichtigen Fortschritt in der präventiven Forschung zu Demenzerkrankungen. Wie die Daten zeigen, führen kulturell angepasste Lifestyle-Interventionen bei älteren Erwachsenen in Lateinamerika zu einer signifikanten Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. Die Studie, die am 15.07.2026 auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) präsentiert und zeitgleich in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, belegt eine relative Steigerung der kognitiven Leistung um 55 Prozent. Signifikante Effekte im Vergleich zu früheren Studien Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die deutliche Differenz im sogenannten z-Score, einem Maßstab für kognitive Veränderungen. Die LatAm-FINGERS-Studie verzeichnete eine Differenz von 0,11 Punkten. Dieser Wert liegt signifikant über den Ergebnissen vergleichbarer internationaler Untersuchungen: In der ursprünglichen FINGER-Studie wurde eine Differenz von 0,04 gemessen, während die POINTER-Studie einen Wert von 0,029 erreichte. An der zweijährigen Untersuchung nahmen zwischen 1.200 und 1.700 Personen im Alter von 60 bis 77 Jahren teil. Die Probanden stammten aus insgesamt 11 bis 12 lateinamerikanischen Ländern. Ziel der Studie war es, gezielt Risikofaktoren wie Rauchen und Bewegungsmangel durch strukturierte Programme zu adressieren. Kulturelle Anpassung als Erfolgsfaktor Der Erfolg der Intervention wird maßgeblich auf die Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten zurückgeführt. Die Maßnahmen umfassten nicht nur kognitives Training und eine engmaschige Stoffwechselkontrolle, sondern integrierten spezifische kulturelle Elemente. Dazu zählten die Anwendung der MIND-Diät sowie Bewegungsangebote wie Salsa und Tango. Anzeige Wer sich für die in Studien untersuchten Methoden zur Steigerung der kognitiven Leistung interessiert, findet in diesem kostenlosen Ratgeber elf praktische Alltagsübungen zur Demenzvorbeugung. Diese 11 Alltagsübungen halten Ihr Gehirn bis ins hohe Alter fit Innerhalb der Testgruppen erwies sich die strukturierte Intervention (SLI), bei der Teilnehmer beispielsweise für Übungen eine Universität aufsuchten, als effektiver gegenüber der flexiblen Intervention (FLI), bei der die Maßnahmen eigenständiger im häuslichen Umfeld umgesetzt wurden. Eine differenzierte Betrachtung der Teilnehmergruppen ergab zudem, dass Frauen stärker von den Maßnahmen profitierten als Männer. Größere Effekte zeigten sich darüber hinaus bei Personen mit einem niedrigeren Bildungsstand oder einem höheren kardiometabolischen Risiko. Perspektiven für die Gesundheitsvorsorge Dr. Daisy Miguelina Acosta von der Universidad Nacional Pedro Henríquez Ureña (Unphu) bewertete die Ergebnisse als positiv und betonte, dass die gesteckten Ziele der Studie erreicht worden seien. Teilnehmerinnen wie Isabel Beltre berichteten im Rahmen der Untersuchung von einer wiedergewonnenen Unabhängigkeit und spürbaren positiven Veränderungen in ihrem Alltag. Anzeige Neben Bewegung und Ernährung spielt die mentale Herausforderung eine zentrale Rolle für die geistige Gesundheit. Ein spezieller PDF-Report zeigt nun, wie Sie Ihre Konzentration und Ihr Gedächtnis durch einfache Methoden nachhaltig stärken können. Kostenlosen Ratgeber für mentale Fitness jetzt sichern Trotz der deutlichen Verbesserungen in der kognitiven Leistung weist die Studie eine Limitation auf: Die tatsächliche Inzidenz von Demenzerkrankungen wurde im Beobachtungszeitraum nicht gemessen. Dennoch liefert die Untersuchung, die Teil des globalen Netzwerks World-Wide FINGERS ist, wichtige Anhaltspunkte für zukünftige Präventionsstrategien. Als nächste Schritte sind Aktionspläne in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden vorgesehen, um die Erkenntnisse in die breite Praxis zu überführen. Begleitend dazu initiiert die Alzheimer’s Association weitere Programme, darunter den Brain Health Habit Builder, um die Etablierung gesundheitsförndernder Gewohnheiten in der Bevölkerung zu unterstützen.

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