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Demenzrisiko senken durch Blutdruckbehandlung

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Langzeitstudie belegt: Wer Bluthochdruck behandelt, senkt das Demenzrisiko deutlich

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Bluthochdruck konsequent behandeln, Demenzrisiko senken: Eine Langzeitstudie mit fast 34.000 Menschen belegt einen überraschend stabilen Effekt.

Shenyang – Neue Langzeitdaten deuten darauf hin, dass eine konsequente Behandlung von Bluthochdruck das Demenzrisiko senken kann. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie ESC 2026 vorgestellt und stammen von Forschern um die Professoren Yingxiang Sun und Shanshan Zhong der China Medical University in Shenyang.

Nach insgesamt sieben Jahren lag das Demenzrisiko bei den intensiv behandelten Teilnehmern um 15 Prozent niedriger als bei Menschen mit üblicher Versorgung. Demenz wurde bei etwa 8,85 Prozent der intensiv behandelten Gruppe festgestellt, verglichen mit 10,55 Prozent in der Vergleichsgruppe. Auch das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen ohne Demenz war geringer, berichtet Medindia.

Vier Jahre intensive Behandlung

Das eigentliche Behandlungsprogramm dauerte vier Jahre. Anschließend wurden die Teilnehmer weitere drei Jahre beobachtet. Der Unterschied beim Demenzrisiko blieb während dieser Nachbeobachtung bestehen, obwohl die erreichte Blutdrucksenkung nach dem Ende des Programms nicht vollständig aufrechterhalten wurde.

An der Studie nahmen laut Focus 33.995 Erwachsene ab 40 Jahren aus 326 ländlichen Dörfern in China teil. Zu Beginn hatten sie unbehandelten Bluthochdruck.

Blutdruck gezielt gesenkt

Für die intensive Behandlung wurden geschulte Gesundheitskräfte eingesetzt, die keine Ärzte waren. Sie arbeiteten nach einem festgelegten Behandlungsplan und unter ärztlicher Aufsicht. Ziel war es, den erhöhten Blutdruck der Teilnehmer deutlich zu senken.

Die Gesundheitskräfte verabreichten der Behandlungsgruppe unter Aufsicht von Hausärzten blutdrucksenkende Medikamente. Die andere Hälfte der Dörfer erhielt während desselben Zeitraums keine besondere zusätzliche medizinische Behandlung im Rahmen des Programms, berichtet Focus. Nach vier Jahren war der Blutdruck in der behandelten Gruppe deutlich stärker gesunken als in der Vergleichsgruppe.

Unterschied bleibt bestehen

Auch drei Jahre nach dem Ende des vierjährigen Programms war der Unterschied beim Demenzrisiko weiterhin erkennbar. Die Ergebnisse sprechen den Forschern zufolge dafür, dass eine strukturierte Behandlung von Bluthochdruck langfristig zur Demenzprävention beitragen könnte. Die Ergebnisse stammen allerdings aus ländlichen Regionen Chinas. Deshalb lässt sich nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass die gleichen Ergebnisse auch in anderen Bevölkerungsgruppen oder Gesundheitssystemen erzielt würden. (Redaktion)

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