Demo für Zusammenhalt zieht durch Berlin
Tausende Menschen demonstrieren seit Samstagmittag in Berlin gegen Rechtsextremismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Insgesamt sieben Demonstrationszüge ziehen aus verschiedenen Stadtteilen zum Roten Rathaus, wo am späten Nachmittag gegen 16 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfindet.
Der größte Einzel-Aufzug ist nach Angaben der Polizei eine Fahrrad-Demo, die mit etwa 5.000 Teilnehmenden an der Siegessäule gestartet war. Die Veranstalter hatten im Vorfeld mit insgesamt 30.000 Menschen gerechnet. Die Polizei ist mit 1.800 Kräften im Einsatz.
Ein Bündnis aus fast 100 Organisationen, Initiativen und Gewerkschaften hatte zu der Demonstration aufgerufen. Parallel dazu finden in mehr als 30 anderen deutschen Städten ähnliche Demonstrationen statt - unter anderem auch in Potsdam und Cottbus. Anlässe dafür sind der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt sowie die bevorstehenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Laut der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) ist mit erheblichen Verkehrseinschränkungen in der gesamten Berliner Innenstadt zu rechnen. Die VIZ empfiehlt deshalb dringend, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Die Demonstrationszüge decken verschiedene Themen ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer demonstrieren den Organisatoren zufolge für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, für die Mobilitätswende, gegen Rassismus, für Queerfeminismus und für den Schutz der Demokratie. Sie wollen demnach "ein Zeichen gegen Spaltung und für eine solidarische, weltoffene Stadt" setzen.
Unter den Organisationen sind etwa die Klimaschutzbewegung Fridays for Future, "Omas gegen Rechts", Terre de Femmes, die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie der ADFC Berlin.