Demonstranten verfolgen rechte Reporter: Mehrere Journalisten offenbar bei Protesten gegen AfD
Bei Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt sollen mehrere Journalisten verletzt worden sein. Ein Reporterteam des rechtslibertären Newsportals „Apollo News“ sei von Demonstranten attackiert worden, berichtete das Portal. Der Chefredakteur schrieb auf der Plattform X, einem seiner Mitarbeiter sei dabei gegen den Hinterkopf getreten worden. Die Polizei konnte den konkreten Vorfall zunächst nicht bestätigen. Videos aus Erfurt sollen den Vorfall zeigen. Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass zwei Journalisten durch Flaschenwürfe aus einer Versammlung heraus verletzt worden seien. Ein Journalist wurde demnach mit einem Krankenwagen zur weiteren Behandlung weggebracht. „Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten werden von uns konsequent verfolgt“, teilte die Polizei mit. Es sei während des Einsatzes zu Übergriffen gekommen, „insbesondere auf Livestreamer“, erklärte ein Sprecher. Für Pressevertreter stünden Medienschutzteams bereits, zudem gebe es eine Medienhotline, bei der entsprechende Vorfälle angezeigt werden könnten. „Wir gehen jedem Hinweis nach“, hieß es. Videos aus den sozialen Netzwerken zeigen auch, wie Reporter der rechtskonservativen Zeitung „Junge Freiheit“ auf einer Autobahn bei einem Protest bedrängt werden. (Tsp, dpa)