DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,70 % 64.764,99 USD 18:39:42 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Depression: Entzündungshemmer zeigen 54% Remissionsrate

Gesundheit

Die medizinische Forschung entdeckt 2026 neue Wege gegen Depressionen. Immuntherapie, Psychedelika und umfunktionierte Medikamente rücken in den Fokus. Immunsystem als Angriffspunkt Eine Pilotstudie der University of Bristol sorgt für Aufsehen. Der IL-6-Blocker Tocilizumab zeigte bei therapieresistenter Depression eine Remissionsrate von 54 Prozent – gegenüber 31 Prozent in der Placebogruppe. Die 30 Probanden berichteten zudem von weniger Angst und Fatigue. Eine groß angelegte klinische Studie ist bereits geplant. Forschende der Uniklinik Homburg identifizierten parallel einen Mechanismus hinter überschießenden Entzündungsreaktionen. Schuld ist eine Fehlfunktion des Interleukin-1-Rezeptorantagonisten (IL-1Ra). Die Erkenntnisse könnten auch für andere entzündliche Prozesse relevant sein. Milliarden für Psychedelika Eli Lilly übernahm im Juli 2026 das Unternehmen AtaiBeckley für bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar. Ziel: das Nasenspray BPL-003 auf Basis von 5-MeO-DMT. Es befindet sich in Phase 3 der klinischen Erprobung für behandlungsresistente Depressionen. Die wissenschaftliche Evidenz bleibt jedoch gemischt. Eine deutsche Studie mit 144 Personen zeigte signifikante antidepressive Wirkungen durch 25 mg Psilocybin plus Psychotherapie. Die EPISODE-Studie verfehlte dagegen ihren primären Endpunkt – eine Symptomreduktion um mindestens 50 Prozent nach sechs Wochen. Fachleute warnen vor Verzerrungen durch die Erwartungshaltung der Probanden. Anzeige Die aktuelle Forschung zeigt: Entzündungshemmer erreichen bei therapieresistenter Depression eine Remissionsrate von 54 Prozent. Doch welche neuen Ansätze sind wirklich vielversprechend? Unser kostenloser Report gibt einen Überblick über Immuntherapie, Psychedelika und umfunktionierte Medikamente – plus eine Checkliste, die Ihnen hilft, die passende Option zu finden. Report zu neuen Depressionsbehandlungen anfordern Alte Medikamente, neue Wirkung Eine Übersichtsarbeit der University of Toronto und der University of Ottawa analysierte fünf Studien zur Einnahme von Kreatin. Die Daten von 238 Teilnehmenden deuten darauf hin: Tägliche 5 g Kreatin plus Antidepressiva wie Escitalopram verbessern die Remissionsraten – besonders bei Frauen mit schwerer Depression. Autor Bassam Jeryous Fares betont jedoch: Die Evidenz reicht noch nicht für eine Änderung der klinischen Praxis. Forscheder der Universitäten Birmingham und Oxford untersuchten das Abführmittel Prucaloprid gegen kognitive Beeinträchtigungen nach depressiven Episoden. Eine Studie an 50 Erwachsenen zeigte nach zehntägiger Einnahme Verbesserungen bei Gedächtnis und Konzentration. Bei Patienten über 60 Jahren könnten Probiotika helfen. Die PRODG-Studie ergab: Die tägliche Einnahme über zwölf Wochen reduzierte Depressions- und Angstsymptome stärker als ein Placebo. Neue Zulassungen und Systemreformen Anzeige Leiden Sie oder ein Angehöriger unter einer Depression, die auf herkömmliche Antidepressiva nicht anspricht? Eine Pilotstudie der University of Bristol zeigt: Der IL-6-Blocker Tocilizumab führte bei 54 Prozent der Teilnehmer zur Remission. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, welche innovativen Therapien 2026 verfügbar sind – von Kreatin bis Psilocybin – und wie Sie die Risiken und Chancen abwägen. Jetzt Report zu neuen Therapien sichern Shionogi erhielt Ende 2025 in Japan die Zulassung für Zuranolon (ZURZUVAE) gegen schwere depressive Störungen. Der GABA-A-Rezeptor-Modulator zeigte in Phase-3-Studien eine schnelle Symptomlinderung innerhalb von 14 Tagen – die Wirkung hielt sechs Wochen nach Absetzen an. Tschechien treibt den Umbau seiner psychiatrischen Versorgung voran. Bis 2030 sind 100 Zentren für psychische Gesundheit geplant, 52 sind bereits in Betrieb. Der Ansatz setzt auf multidisziplinäre Teams und wohnortnahe Versorgung. Die Dauer von Klinikaufenthalten konnte bereits reduziert werden. Ein WHO-Bericht weist jedoch auf Fachkräftemangel und Finanzierungslücken hin.

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