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Der Hacker-GAU von Berlin: Dimension des Daten-Leaks sprengt Vorstellungskraft

Technologie

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Berlin – Das ist der Daten-GAU, vor dem wir uns immer gefürchtet haben! Geheime Dokumente der Berliner Senatsverwaltung sind massenhaft in die Hände von Hackern geraten. Und schlimmer: Große Teile wurden inzwischen im Darknet veröffentlicht. Das Ausmaß der Katastrophe ist noch gar nicht abzuschätzen. Betroffen sind alle: Privatpersonen, Unternehmen und sogar Sicherheitsbehörden!

Gefährlich: Für Kriminelle öffnet sich damit womöglich ein Fenster in hochsensible Bereiche. Daten zur Trinkwasserversorgung, Notfall- und Krisenpläne sowie persönliche Informationen sind nun im Darknet offenbar zugänglich . Experten warnen: Der gigantische Daten-Leak könnte für die Sicherheit der Hauptstadt verheerend sein.

Es geht um 1,4 Millionen Daten

Zwischen dem 7. und 12. August zapften die Angreifer gewaltige Datenmengen aus der Berliner Verwaltung ab . Danach folgte die Forderung: 30 Bitcoin (umgerechnet rund zwei Millionen Euro). Doch der Berliner Senat zahlte nicht. Das Ultimatum der Hacker lief ab . Am Freitagnachmittag stellte die Hackergruppe „Rhysida“ nach eigenen Angaben ihre gesamte Beute ins Darknet. Das Ausmaß ist enorm: Rund 5,26 Terabyte mit mehr als 1,4 Millionen Daten wurden veröffentlicht .

Welche Daten jetzt im Darknet sind

Der Leak umfasst interne Unterlagen aus Fachbereichen der Senatsverwaltung, Dokumente zu politischen Entscheidungsprozessen sowie vertrauliche Verwaltungsakten aus Berlin . Zudem sollen Telefonnummern, Gehaltsdaten, Wohnadressen und weitere persönliche Informationen veröffentlicht worden sein. Besonders brisant: Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ finden sich unter den Daten auch Zeugnisse, eingescannte Ausweise und andere sensible Personaldokumente.

Selbst vertrauliche Akten zu Disziplinarverfahren landeten im Netz. Die Hacker stellten die Unterlagen teils sogar mit der auffälligen Kennzeichnung „Vertrauliche Personalsache!“ ins Darknet. Auch Reha-Unterlagen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Atteste sind laut „Tagesspiegel“ einsehbar.

Der „Spiegel“ berichtet, dass mehr als 550 Dateien zum Bau der Kanzleramts-Erweiterung abgegriffen wurden, darunter Gutachten, Pläne und Stellungnahmen etwa des Landeskriminalamts.

Diese privaten Daten sind betroffen

Außerdem abgeflossen: zahlreiche private Daten, insbesondere von Landesbeamten, darunter Geburtsurkunden, Abwesenheitslisten, Telefonnummern und Wohnadressen. Auch Baupläne, Notfall-Leitlinien und weitere hochsensible Dokumente gehören demnach zu dem veröffentlichten Datenbestand. Ist ein Datensatz erst im Darknet gelandet, gilt er praktisch als dauerhaft veröffentlicht: Kopien können weltweit gespeichert und immer wieder neu hochgeladen werden.

Was sagen die Berliner Verantwortlichen?

Auf dem Hauptstadtportal finden sich bislang nur wenige Informationen zum Datenskandal. Dort heißt es, IT-Forensiker würden die veröffentlichten Daten mit Hochdruck prüfen. Parallel bereiten die Behörden die Benachrichtigung möglicher Betroffener vor. Wer als Betroffener identifiziert werden kann, soll informiert werden. Eine Hotline für besorgte Bürger gibt es noch nicht. Zugleich warnt die Senatskanzlei vor Identitätsmissbrauch. Wer seine persönlichen Informationen entdeckt oder bemerkt, dass sie für Straftaten wie Betrug genutzt werden, sollte umgehend Strafanzeige erstatten.

Auf BILD-Anfrage reagierte der Berliner Senat bislang nicht. Auch Kai Wegner (53, CDU), Berlins Regierender Bürgermeister, hat sich seit dem Daten-Leak bis Samstagmorgen noch nicht öffentlich geäußert. Er war am Freitagabend mit Innensenatorin Iris Spranger (64, SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) beim Basketball-Frauen-WM-Spiel gegen Spanien in der Uber-Arena in Berlin.

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