Der schlechteste Film seiner Karriere: Neuer Mystery-Thriller von Sci-Fi-Meister Ridley Scott geht wohl komplett vor die Hunde
Für seinen neuen Film konnte „Alien“-Mastermind Ridley Scott ein illustres Ensemble gewinnen – doch das reicht womöglich nicht, um einen kolossalen Flop zu verhindern.
Ridley Scott gilt seit Jahrzehnten als einer der produktivsten Regisseure Hollywoods. Auch mit 88 Jahren arbeitet der „Alien“- und „Blade Runner“-Schöpfer weiterhin beinahe ohne Pause an neuen Filmen.
Am 27. August steht mit „Das Ende der Sterne“ (im Original: „The Dog Stars“) sein nächster Kino-Streich in den Startlöchern. Die Prognosen könnten jedoch kaum verheerender sein.
Auf den Hund gekommen
Der Film basiert auf einem Bestseller und erzählt eine postapokalyptische Geschichte nach dem Ausbruch eines tödlichen Virus. Im Mittelpunkt steht der Pilot Hig (Jacob Elordi), der sich gemeinsam mit seinem Hund durch eine zerstörte Welt kämpft.
Josh Brolin übernimmt die Rolle seines schwer bewaffneten Nachbarn Bangley. Zum namhaften Cast gehören außerdem Margaret Qualley, Allison Janney und Benedict Wong.
Kritiker nehmen „The Dog Stars“ auseinander
Die bisherigen Kritiken fallen alles andere als überschwänglich aus. So wird bemängelt, dass „Das Ende der Sterne“ trotz spannender Ausgangslage kaum Interesse an den eigentlichen Themen seiner Geschichte zeige. Vor allem die Verarbeitung einer Pandemie wirke oberflächlich, obwohl der Stoff gerade nach den vergangenen Jahren enormes emotionales Potenzial bietet.
Auch die Figurenzeichnung wird mehrfach kritisiert. Die Hauptfigur Hig bleibt demnach überraschend blass, obwohl Jacob Elordi bereits in anderen Produktionen gezeigt hat, dass er komplexe Rollen tragen kann.
Zusätzlich wird bemängelt, dass mehrere weibliche Figuren lediglich als emotionale Hintergrundgeschichten für männliche Charaktere dienen.
Die Folge: Der Presse-Score auf Rotten Tomatoes beträgt aktuell nur 39 %, ein Publikumsscore lässt (natürlich) noch auf sich warten. Einige ausgewählte Kritiker-Stimmen:
„‚The Dog Stars‘ von Regisseur Ridley Scott ist drei Filme in einem – doch keiner davon ist fesselnd genug, um eine zweistündige Laufzeit zu tragen.„
Boston Globe
„Das Erlebnis kommt dem Betrachten eines Films, bei dem der Regisseur quasi auf Autopilot lief, so nahe wie nur irgend möglich; es mangelt dem Werk gänzlich an jener Leidenschaft, Intensität und Fokussierung, die selbst Scotts gelegentliche Fehltritte für gewöhnlich noch zu erzeugen vermögen.“
Auteurist Class (Substack)
„‚The Dog Stars' – eigentlich ein ruhiger, kluger kleiner Film über ganz normale Menschen, die versuchen, unter außergewöhnlichen Umständen zu überleben – verkommt zu einem weiteren albernen, nervtötenden Postapokalypse-Spektakel, vollgestopft mit dem üblichen Krawall-und-Krach-Getöse.“
Irish Independent