Der sechste EM-Tag im Überblick Drama um deutsche Staffel - Mihambo zittert sich ins Finale
Die EM-Wettbewerbe ab 20.45 hier im Live-Ticker. 4x100 m: DLV-Sprinterinnen überraschend nicht im Finale Die deutschen Sprinterinnen waren im Vorlauf über 4x100 m bis zum letzten Wechsel auf Kurs Staffel-Finale - der aber klappte nicht und das DLV-Quartett in der Besetzung Jolina Ernst, Rebekka Haase, Sophia Junk und Gina Lückenkemper schied überraschend aus. Als Junk den Stab in der Schlusskurve an Lückenkemper übergeben wollte, sei ihr etwas "in den Oberschenkel gezogen", sagte Junk im ZDF. So missglückte der Wechsel und Lückenkemper konnte gar nicht mehr ins Ziel laufen. Das Finale findet heute Abend zum Abschluss des vorletzten Wettkampftages um 22.48 Uhr statt. Favoritinnen auf den Sieg sind die Britinnen. 4x100 m: Deutsche Männer sprinten souverän in den Staffel-Endlauf Nur wenige Minuten nach dem Drama um die deutsche Frauen-Staffel zog das Männer-Quartett ohne Probleme in den EM-Endlauf (22.33 Uhr, im Live-Ticker) ein. Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah setzten auf sichere Wechsel und wurden dafür mit Platz zwei in ihrem Vorlauf belohnt. Ansah-Peprah brachte das Staffelholz in einer Zeit von 38,57 Sekunden ins Ziel. Zuschauer im Stadion beim Rennen seiner Teamkollegen war der deutsche 100-m-Rekordhalter Owen Ansah am Tag nach seinem EM-Erfolg über 200 m. Der DLV verzichtet auf Ansah in der Staffel wegen des laufenden Verfahrens um eine nicht abgegebene Dopingprobe. Im Finale gilt Deutschland deshalb nicht zu den Topfavoriten auf eine Medaille. Weitsprung: Mihambo fliegt ins Finale - Assani und Daalmann raus Das war knapp: Malaika Mihambo drohte in der Weitsprung-Qualifikation nach einem ungültigen Versuch und einem Sprung auf nur 6,37 m schon das Finale am Sonntag zu verpassen, aber dann bewies sie einmal mehr Nervenstärke: Im dritten und letzten Versuch sprang die 32 Jahre alte Olympiasiegerin von Tokio auf 7,10 m. Statt dem Aus in der Qualifikation stand plötzlich die beste Weite aller Teilnehmerinnen für die zweimalige Welt- und Europameisterin. Damit gilt sie weiter als eine der Medaillenanwärterinnen in Birmingham. Die deutsche Meisterin Mikaelle Assani (6,52 m) und Imke Daalmann nach drei ungültigen Versuchen verpassten den Einzug ins Finale. Siebenkampf: Weißenberg weiter Fünfte - O'Connor vorne Siebenkämpferin Sophie Weißenberg liegt vor dem abschließenden 800-m-Lauf des EM-Wettkampfs weiter auf Platz fünf. Zwei Jahre nach ihrem Achillessehnenriss in Paris kann sie mit ihrem Comeback auf internationaler Bühne mehr als zufrieden sein. Nach 6,56 m im Weitsprung ließ sie im Speerwurf 44,34 m folgen. In der Gesamtwertung übernahm die Irin Kate O'Connor die Führung von Annik Kälin, die Schweizerin rutschte auf Rang vier ab. Um die Medaillen kämpfen auch noch Emma Oosterwegel und Sofie Dokter aus den Niederlanden. Vanessa Grimm schob sich wieder an Sandrina Sprengel vorbei, die beiden belegen die Ränge 14 und 17 im Gesamtklassement. Gehen: Kein guter Tag für Linke und Köpp Im Gehen wurden erstmals bei einem internationalen Großereignis Medaillen auf der Halbmarathon- und Marathon-Distanz vergeben - allerdings nicht an deutsche Athletinnen und Athleten. Die beste Platzierung erreichte im Marathon Christopher Linke, allerdings hatte er sich im Vorfeld eine bessere Platzierung erhofft. Johannes Frenzl kam als 15. ins Ziel. Karl Junghannß hatte seinen Start am Morgen verletzungsbedingt abgesagt. Junghannß bei EM-Debüt gute Neunte Ada Junghannß, die Schwester von Karl, durfte nach dem Marathon strahlen: Platz neun bei ihrer EM-Premiere, damit war die 21-Jährige mehr als zufrieden. Bianca Dittrich gab nach rund 30 Kilometern auf. Köpp wird vom Kampfgericht ausgebremst