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Der Sport-Tag bei ntv.de am 27. August 2026

Sport

Der Sport-Tag

106-jähriger Thailänder stellt Weltrekord auf

Mit 106 Jahren hat der Thailänder Sawang Janpram bei den World Masters Athletics Championships im südkoreanischen Daegu einen Weltrekord im Diskuswurf aufgestellt - in seiner Altersklasse. Der älteste Teilnehmer der Wettkämpfe warf die ein Kilogramm schwere Scheibe 7,59 Meter weit und gewann damit die Goldmedaille in der Altersklasse ab 105 Jahren. Das waren neun Zentimeter weiter als der bisherige Rekord.

"Ich bin sehr glücklich, den Wettkampf beendet zu haben, und habe das Gefühl, etwas geschafft zu haben", sagte er Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap.

Tatsächlich war ihm die Goldmedaille schon zuvor sicher, nur eine Disqualifikation hätte ihn stoppen können. Denn Janpram trat als einziger Athlet in seiner Altersklasse an. "Dennoch ging er den Wettkampf von Anfang bis Ende mit großer Ernsthaftigkeit an", schrieb Yonhap. Seine 74-jährige Tochter Siripan unterstützte ihn als Trainerin bei dem Wettkampf.

Der Senior trat mit einer braun gespiegelten Sonnenbrille und einem lockeren Trainingsanzug an. Die Bedingungen des Wettbewerbs waren keineswegs einfach, denn die Außentemperaturen in Daegu erreichten 33 Grad Celsius. Doch die Hitze schien ihn kaum zu beeinträchtigen. "Es war ein bisschen heiß, aber es geht", sagte er nach dem Wettbewerb.

Erster Titel bei den US Open ist vergeben

Der erste Titel bei den US Open 2027 ist vergeben: Das tschechische Duo Karolina Muchova / Jakub Mensik hat den Mixed-Wettbewerb gewonnen. Die beiden Tennis-Profis setzten sich im Finale gegen Belinda Bencic aus der Schweiz und ihren italienischen Partner Flavio Cobolli 6:3, 1:6, 10:6 durch.

Im Halbfinale hatten die späteren Sieger zuvor die Russen Mirra Andrejewa und Andrej Rublew 5:4, 3:5, 11:9 bezwungen. Sowohl für Muchova als auch für Mensik bedeutete der folgende Finalsieg den jeweils ersten Grand-Slam-Titel. "Am Ende haben die passenden Outfits den Ausschlag für uns gegeben", scherzte Muchova bei der Siegerehrung und spielte damit auf die weiß-kastanienbrauen Trikots an, die das Team trug.

Der Mixed-Wettbewerb, der direkt vor dem Einzel-Turnier angesetzt ist, fand in diesem Jahr erst zum zweiten Mal in einem neuen Format statt. Dieses beinhaltet verkürzte Sätze und mehrere Spiele an einem Tag.

Der deutsche Profi Alexander Zverev war mit seiner Partnerin Taylor Townsend (USA) bereits in Runde eins an den späteren Finalisten Bencic/Cobolli gescheitert. Carlos Alcaraz war im Rahmen seines Comebacks mit der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams angetreten, im Viertelfinale aber ebenfalls Bencic/Cobolli unterlegen.

Das stört Lothar Matthäus an Jürgen Klopps Kader-Nominierungsplan

Der neue Bundestrainer ist erst seit wenigen Tagen im Amt, steht jedoch schon jetzt in der Kritik von Rekordnationalspieler und RTL/Sky-Experte Lothar Matthäus. Der nämlich stört sich an der Bekanntgabe des ersten Nationalmannschaftskaders von Jürgen Klopp moniert. Klopp wird am 17. September, an einem Donnerstag, bei einer Pressekonferenz auf dem Frankfurter DFB-Campus informieren. Für Matthäus der falsche Tag. Donnerstags würden viele Spieler vor internationalen Einsätzen in der Europa und Conference League stehen.

"Auch wenn sie vom Bundestrainer bereits vorab informiert wurden, könnten die Spieler durch ständige Fragen in ihrer Konzentration gestört werden. Es macht etwas mit der Psyche eines Spielers, wenn man vor einer wichtigen Partie danach gefragt wird", gab der Sky-Experte zu Bedenken.

Die Kader-Bekanntgabe an einem Donnerstag habe ihm schon zu Zeiten von Klopps Vorgängern nicht gefallen. "Der DFB wollte doch jeden Stein umdrehen. Das wäre aus meiner Sicht einer dieser Steine gewesen", sagte der 65-Jährige.

Für ihn wäre der Freitag besser als Nominierungstag geeignet. "Ich würde Jürgen Klopp wirklich bitten, die Nominierungen künftig an einem Freitagvormittag oder Mittag zu machen", sagte Matthäus. Dann hätten die Spieler genügend Zeit zur Verarbeitung. Zudem müsste, falls sich ein Spieler in einem Europapokaleinsatz verletzt, niemand nachnominiert werden. Das sei in diesem Fall für den Bundestrainer ein Vorteil.

"Fußballer als Roboter": Deniz Undav kritisiert Laptop-Trainer

Der Nationalspieler und frischgebackene neue Kapitän des VfB Stuttgart, Deniz Undav, wünscht sich bei der Belastungsteuerung im Profi-Fußball mehr Fingerspitzengefühl von den Verantwortlichen. "Die Datenanalyse bringt dem Fußball viel, aber es wird mittlerweile zu viel ins Laptop geschaut. Fußballer werden bei der Trainingsteuerung zu sehr als Roboter betrachtet", kritisierte der Stürmer in einem Gespräch mit dem am Freitag erscheinenden "Bundesliga-Magazin".

Viel zu oft werde gesagt: "Wir haben diese Fitnesswerte über dich, und hier ist das neueste Fitnessprogramm, deshalb musst du das exakt so machen. Dann kommt aber ein Spieler vielleicht aus Brasilien und hat solche Übungen noch nie im Leben gemacht. Und dann wundert man sich, wenn er drei Wochen später verletzt ist", monierte Undav.

Der 30-Jährige appellierte daher, jeden Profi als ein Individuum zu betrachten und forderte: "Wir müssen beim Training wieder mehr die Gewohnheiten und Erfahrungen der einzelnen Spieler berücksichtigen." Die Kritik wolle er ausdrücklich nicht auf seinen Verein bezogen wissen, "sondern allgemein".

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