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Der Wassernotstand bleibt bestehen! Ein paar Regentage reichen nicht aus

Nation

25.08.26 - Ein paar Regentage reichen nicht: Trotz der Niederschläge bleibt die Trinkwasserversorgung in Teilen des Landkreises Fulda angespannt! Die Grundwasserstände sind weiterhin sehr niedrig, ein Brunnen in der Fulda-Aue ist zeitweise sogar trockengefallen. Die Gefahrenabwehrverordnungen in Fulda, Petersberg, Eichenzell und Ebersburg bleiben deshalb bestehen - und damit auch zahlreiche Einschränkungen beim Wasserverbrauch.

Wie ernst die Situation ist, hatte sich bereits beim Ausrufen des Trinkwassernotstands gezeigt. OSTHESSEN|NEWS hatte sich damals gemeinsam mit Vertretern der RhönEnergie und der Gemeinde Petersberg vor Ort getroffen, um über die Ursachen, die Auswirkungen und die notwendigen Sparmaßnahmen zu sprechen. Nun zeigt sich: Eine echte Entwarnung gibt es weiterhin nicht.

"Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Lage nur geringfügig entspannt. Wir müssen weiterhin konsequent Wasser sparen. Unsere Verordnungen, mit denen wir striktes Wassersparen einfordern, bleiben deshalb in Kraft", erklären die Rathauschefs Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner für die Stadt Fulda, Claudia Brandes für Petersberg, Johannes Rothmund für Eichenzell und Benjamin Reinhart für Ebersburg.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und seine Amtskollegen appellieren weiterhin ...Archivfoto: O|N/Carina Jirsch

Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes hält gemeinsam mit den anderen Kommunen ...Archivfoto: O|N/Constantin von Butler

Die RhönEnergie-Geschäftsführer Martin Heun und Dr. Arnt Meyer berichten von ...Archivfoto: O|N

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner appelliert gemeinsam mit den anderen Rathauschefs ...Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Ebersburgs Bürgermeister Benjamin Reinhart unterstützt den gemeinsamen Appell ...

Johannes Rothmund, Bürgermeister von Eichenzell, wirbt weiterhin für einen sparsamen ...Archivfoto: O|N/Carina Jirsch

Auf die RhönEnergie ist Verlass! "Die Pumpen der RhönEnergie-Gruppe zu Grundwasserförderung laufen nach wie vor nahezu rund um die Uhr", berichten die RhönEnergie-Geschäftsführer Martin Heun und Dr. Arnt Meyer. Sie erklären: "Die Grundwasservorräte sind stark beansprucht, die Pegelstände weiterhin sehr niedrig. Die vielen trockenen Monate und die heißen Wochen haben deutliche Spuren in den Wasserreserven im Erdreich hinterlassen. Die RhönEnergie verzeichnet deshalb weiterhin eine sehr angespannte Grundwassersituation. Ein Brunnen in der Fulda-Aue ist sogar vorübergehend trockengefallen."

Auch die Regenfälle der vergangenen Tage konnten daran bislang nur wenig ändern. Ähnlich angespannt ist die Situation bei den Quellen: Auch hier liegen die Schüttungen weiterhin auf niedrigem Niveau. Deshalb muss nach Überzeugung der Kommunen und der RhönEnergie weiterhin Wasser gespart werden, damit die Wasserversorgung auch künftig sicher aufrechterhalten werden kann. Mit den Gefahrenabwehrverordnungen untersagen die Kommunen den Verbrauch von Trinkwasser für nicht notwendige Zwecke.

Archivfoto: O|N/Constantin von Butler

Ein Brunnen in der Fulda-Aue ist aufgrund der niedrigen Grundwasserstände zeitweise ...Symbolbild: Stadt Fulda

Zeigen sich schon erste Wirkungen? Der von den vier Kommunen ausgerufene Wassernotstand und die Sparanstrengungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Betriebe zeigen erste Wirkung. Gegenüber den Vorwochen konnte der Wasserverbrauch durch Einsparungen um rund fünf Prozent reduziert werden. Auch die niedrigeren Temperaturen wirken sich positiv auf den Wasserverbrauch aus. Das ist ein gutes Zeichen, reicht jedoch noch nicht aus. Hinzu kommt, dass in dieser Woche viele Unternehmen nach der Sommerpause ihre Produktion und damit auch ihren Wasserverbrauch wieder hochfahren.

Deshalb appellieren die Rathauschefs und die RhönEnergie weiterhin mit Nachdruck an alle Bürgerinnen und Bürger sowie an die Unternehmen: Bitte lassen Sie bei Ihren Sparanstrengungen nicht nach! An die privaten Haushalte: Bitte verzichten Sie insbesondere auf die Bewässerung von Gärten und verbrauchen Sie auch im Haushalt so wenig Wasser wie möglich. An die Unternehmen: Bitte prüfen Sie, an welchen Stellen in Ihren betrieblichen Abläufen auf den Einsatz von Wasser verzichtet oder der Verbrauch reduziert werden kann. Jeder eingesparte Liter hilft, die derzeit angespannte Situation zu bewältigen. (Constantin von Butler/pm) +++

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