Derbe Klatsche beim FC Bayern "hart" für den VfB Stuttgart
Die 1:5-Klatsche beim FC Bayern zum Auftakt in die neue Bundesligasaison sorgt im Lager des VfB Stuttgart für Ernüchterung.
"Das ist hart", bekannte Cheftrainer Sebastian Hoeneß. "Die Bayern sind abgezockt, brauchen nicht viel und hören einfach nicht auf."
Die Führung des FC Bayern durch Abwehrchef Dayot Upamecano (21.) konnte VfB-Nationalspieler Josha Vagnoman (52.) war noch egalisieren. Dann aber stellten Superstar Michael Olise (55.), ein Eigentor von Vagnoman (57.), Aleksandar Pavlovic (82.) und Luis Díaz (90.+2) die Weichen in der Allianz Arena auf Heim-Kantersieg.
Das 1:3 sei der "Genickbruch" für seine Mannschaft gewesen, analysierte der neue Stuttgarter Kapitän Deniz Undav nach dem Abpfiff. Der DFB-Stürmer rühmte die "brutale Qualität" des FC Bayern.
Ein über längere Zeit ordentlicher und sehr leidenschaftlicher Auftritt war letztlich (viel) zu wenig aus Sicht des VfB Stuttgart.
"Das Ergebnis ist am Ende deprimierend", räumte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ein. "Es war direkt eine Standortbestimmung. Wir wissen jetzt, wo wir stehen."
Ein Lob verdiente sich Torwart Fabian Bredlow, obwohl er fünfmal den Ball aus dem eigenen Netz holen musste. "Er hat uns mehrfach im Spiel gehalten. Es war eine rundum tadellose Leistung", sagte Wohlgemuth über den Ersatzmann des verletzten Stammkeepers Dennis Seimen.
FC Bayern hat "noch ein bisschen was vor"
Beim FC Bayern wollte man nach der furiosen Machtdemonstration zum Saisonstart derweil noch keine Glückwünsche zur 36. Meisterschaft entgegennehmen.
"Wenn wir heute schon zufrieden wären, dann wäre Vincent nicht zufrieden, dass wir zufrieden sind", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit Blick auf den ehrgeizigen Trainer Kompany und erklärte: "Wir haben noch ein bisschen was vor."
Sportvorstand Max Eberl bezeichnete die Siege gegen den VfB und zuvor im Supercup bei Borussia Dortmund (2:1) als Duftmarken. Er betonte: "Das fällt uns nicht in den Schoß!"