"Deshalb wird er wahrscheinlich auch kein Weltmeister": Hartes Urteil für Mercedes-Star George Russell nach Patzer im Sprint von Singapur
Im Sprintrennen vor dem Grand Prix in Singapur erlaubte der Engländer sich bei schwierigen Bedingungen einen Fahrfehler und schied früh in Führung liegend aus.
Wegen starken Regens war der Sprint auf dem Marina Bay Street Circuit mit 30 Minuten Verspätung erfolgt. Russell, der von Position zwei in das Rennen ging, kam sehr gut weg und kassierte direkt Polesitter Max Verstappen.
Russells Führung aber hielt nicht lange: Beim Einbiegen auf die Start-Ziel-Gerade in der ersten Runde kam er in einer Linkskurve mit dem rechten Hinterreifen auf einen Kurb. Das Heck des Mercedes brach sofort aus, Russell verlor die Kontrolle und schlug in der gegenüberliegenden Mauer ein. Er trudelte zurück über die Strecke und hatte noch Glück, dass ihn keiner der anderen Fahrer torpedierte.
"Sorry", funkte er an seine Boxencrew, ehe er aus seinem Wagen stieg. Körperlich ging es ihm gut. Ein hartes Urteil fällte derweil Sky-Experte Ralf Schumacher. Der ehemalige Grand-Prix-Sieger sagte über Russell: "Deshalb wird er wahrscheinlich auch kein Weltmeister, denn sowas darf man sich nicht erlauben." Er kritisierte: "Als erfahrener Pilot auf die nassen Kurbs zu fahren, wenn man weiß, dass es da rutschiger ist..."
Russell befindet sich mit seinem Teamkollegen Kimi Antonelli im Kampf um den Weltmeistertitel. Allerdings hat er bereits einen erheblichen Rückstand von 84 Punkten auf den jungen Italiener angehäuft. Der Sprint von Singapur war eine Chance, zumindest ein wenig Boden gut zu machen. Denn im Rennen droht im Vergleich mit Antonelli wieder ein Minusgeschäft, da Russell wegen seines Motorschadens in Malaysia vor einer Woche von weit hinten in das Rennen gehen wird.
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Der Sprint in Singapur wurde derweil nach einer Safety-Car-Phase wegen des Russell-Unfalls nach sechs Runden wieder aufgenommen. Verstappen führte zu diesem Zeitpunkt vor dem Ferrari-Duo Lewis Hamilton und Charles Leclerc. In dieser Reihenfolge ging es später auch ins Ziel.
WM-Leader Antonelli wurde Vierter und profitierte dabei von einer haarsträubenden Aktion der beiden McLaren kurz vor Schluss: Weltmeister Lando Norris schoss dabei seinen Teamkollegen Oscar Piastri ab und sorgte dafür, dass beide ihre guten Platzierungen hergeben mussten. "Kein weltmeisterliches Überholmanover", nannte es Sky-Kommentator Sascha Roos treffend.