Detonation durch Sprengsatz: Mehrere Tote nach Explosion nahe Luxus
Audioplayer wird geladen Anzeige Bei der Explosion in Moskau, bei der am Samstag bis zu fünf Menschen getötet und 21 verletzt wurden, handelte es sich nach Angaben der russischen Behörden um einen Bombenanschlag. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von einem „brutalen Terrorakt“. Die Schuldigen würden gefunden und bestraft, schrieb er in seinem Telegram-Kanal. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus. Mehrere Nachrichtenkanäle bei Telegram berichteten, dass die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf fünf gestiegen sei. Offiziell bestätigt ist die Zahl noch nicht. Anzeige Eine Frau habe versucht, mit einem selbstgebauten Sprengsatz ein Edel-Restaurant im Zentrum der Stadt zu betreten, hatte das Anti-Terror-Komitee bereits am Abend mitgeteilt. Die Frau sei aber von einem Sicherheits-Mitarbeiter aufgehalten worden. Kurz darauf sei die Bombe detoniert. Dabei seien die Frau, der Sicherheits-Mitarbeiter und ein Gast des Restaurants getötet worden. Die Tat ereignete sich demnach um kurz vor 20.00 Uhr Ortszeit beim Restaurant „Balzi Rossi“ am Kudrinkskaya-Platz. Gab es ein politisches Motiv? Unklar ist noch, ob ein politisches Motiv hinter dem versuchten Anschlag steckt. Ursprünglich war über eine mögliche Gas-Explosion spekuliert worden. Die Behörden nannten weder die Namen der Getöteten oder Verletzten noch machten sie Angaben dazu, wer für die Tat verantwortlich sein könnte. Anzeige Auf der Website des Restaurants hieß es, das Lokal sei am Samstag wegen einer privaten Veranstaltung geschlossen. In sozialen Medien war sowohl von einer Hochzeitsgesellschaft die Rede wie von der Geburtstagsfeier für einen General der russischen Streitkräfte. Die Behörden äußerten sich dazu zunächst nicht. Lesen Sie auch Die russische Tageszeitung „Kommersant“ zitierte eigene Quellen mit den Worten, die Bombe sei darauf ausgelegt gewesen, Gäste zu verstümmeln und zu töten, die sich auf der Sommerterrasse des Restaurants vergnügt hätten. Es werde vermutet, dass die Bombe von einer anderen Person ferngesteuert gezündet worden sei und dass die Frau, die sie bei sich getragen habe, möglicherweise nicht gewusst habe, dass es sich um einen Sprengsatz gehandelt habe. Die umliegenden Straßen wurden nach dem Zwischenfall abgeriegelt, Ermittler und Rettungskräfte seien vor Ort. Die russische Nachrichtenagentur RIA veröffentlichte ein Video von schwer bewaffneten Sicherheitskräften vom Ort des Geschehens. Für die Öffentlichkeit war der Bereich abgesperrt. Reuters/dpa/ceb/krott