DAX -0,24 % 26.140,13 Pkt 18:00:00 MDAX -0,40 % 32.431,12 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,39 % 6.502,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,26 % 53.946,95 Pkt 20:35:32 S&P 500 -0,26 % 7.716,30 Pkt 20:35:38 Nasdaq -0,84 % 26.361,76 Pkt 20:35:36 Nikkei -0,93 % 65.683,26 Pkt 08:45:03 Gold +1,43 % 4.306,50 USD 20:25:36 Silber -0,53 % 61,77 USD 20:25:36 Brent +3,81 % 82,48 USD 20:25:31 WTI +2,81 % 77,33 USD 20:25:37 Bitcoin -0,34 % 64.380,78 USD 20:35:35 EUR/USD -0,05 % 1,15260 USD 20:34:55 EUR/GBP -0,12 % 0,85630 GBP 20:35:31 EUR/CHF +0,31 % 0,93590 CHF 20:35:35 EUR/JPY +0,36 % 182,514 JPY 20:35:37

Deutlich mehr Badetote in Deutschland

Nation

An heißen Tagen bedeutet der Sprung ins Wasser die ersehnte Abkühlung. Doch die kann lebensgefährlich sein. Im Juni ertranken mehr als 100 Menschen bundesweit, so viele wie seit über 20 Jahren in keinem Juni mehr. Außerdem stieg in den ersten sieben Monaten dieses Jahres die Zahl der Badetoten insgesamt deutlich. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in einer Zwischenbilanz mitteilte, verloren in dem Zeitraum 261 Menschen am und im Wasser ihr Leben. Das sind 15 Todesfälle mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vor allem seit Beginn der Badesaison gab es demnach deutlich mehr tödliche Unfälle, zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken allein 189 Menschen. Das waren so viele Badetote wie seit 2019 nicht mehr - damals kamen in dem Zeitraum sogar 220 Menschen ums Leben. Badeunfälle häufig bei jungen Männern In den ersten sieben Monaten ertranken deutlich mehr junge Menschen, nämlich 75. Vor einem Jahr waren es 49. Fast alle waren männlich. "Infolge von leichtsinnigem Verhalten - oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen - kommt es unter Jungen und jungen Männern immer wieder zu Badeunfällen", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Andere könnten nicht oder kaum schwimmen und würden sich völlig unnötig in Lebensgefahr begeben. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil männlicher Opfer bei immerhin 85 Prozent. Nach wie vor lernen nach DLRG-Einschätzung zu wenig Kinder das Schwimmen. "Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben, beziehungsweise das zu können", betonte Vogt. Die DLRG-Präsidentin erklärte, nachhaltig besser dürfte die Lage erst werden, wenn Bund, Länder und Kommunen flächendeckend mehr in die Renovierung maroder Schwimmbäder und in Schwimmunterricht an den Schulen investierten. Außerdem vermisse die DLRG in Deutschland Aufklärungskampagnen ebenso wie eine immerhin von der Weltgesundheitsorganisation WHO geforderte Strategie zur Verringerung tödlicher Unglücke im Wasser.

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