DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +0,17 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber -1,75 % 57,79 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +1,29 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +0,36 % 63.038,22 USD 15:06:05 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:22 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:22 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:22 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:22

Deutsche Bahn: Evelyn Palla beklagt "organisierte Verantwortungslosigkeit" im Konzern

Allgemein

Palla sagte der Zeitung: »Wesentliche Entscheidungen auch zu operativen Verbesserungen wurden häufig zentral in der Konzernleitung getroffen.« Diejenigen in der Zentrale, die diese Entscheidungen getroffen hatten, hätten jedoch keine Verantwortung für die Umsetzung in der Fläche getragen. »Umsetzen mussten es die Kollegen draußen. Die wiederum haben gesagt: Das habe ich nicht entschieden, und das funktioniert bei mir auch nicht.« In der Zentrale habe es dann geheißen, die in der Fläche hätten es nicht richtig umgesetzt. »Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. Sie interessiere sich aber nicht für die Erklärung von Problemen, sondern für die Lösung. »Wir hatten bei der Bahn noch nie ein Erkenntnisproblem, aber viel zu lange ein Umsetzungsproblem. Das hat nachweislich nicht zum Erfolg geführt.« 58,7 Prozent – »Das ist kein guter Wert« Verändern werde sich aber erst etwas, wenn sich das Management verändere und wenn Verantwortung in den dezentralen Einheiten auch wahrgenommen und gelebt werde. Das habe viel mit einer neuen Kultur zu tun. »Und das ist der viel schwierigere Teil beim Neustart der Bahn, und der braucht Mut und Zeit.« Im ersten Halbjahr fuhren nur 58,7 Prozent der Fernzüge pünktlich. »Das ist kein guter Wert. Da müssen wir auch nichts beschönigen«, sagte Palla. Allerdings hätten in drei Viertel der Fälle die Verspätungen unter 15 Minuten gelegen. Schnelle Verbesserungen will die Managerin nicht versprechen. »Die Pünktlichkeit bleibt in diesem Jahr weiter schwierig, weil es im Netz einfach noch zu viele Störungen und zudem zu viele Baustellen gibt. Wer hier etwas anderes verspricht, macht den Menschen etwas vor.« Am Ende hänge alles davon ab, wie schnell das Schienennetz in Ordnung gebracht werde. »Auch hier müssen wir ehrlich sein: Das wird nicht schnell gehen.« 2035 feiere die Bahn ihr 200-jähriges Jubiläum – »und das soll auch das Jahr sein, in dem wir das Gröbste hinter uns haben«.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren