DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Deutsche Bahn verbietet Alkohol an allen Bahnhöfen

Nation

"Das Verbot wird mit Augenmaß umgesetzt", so die DB-Presseabteilung auf rbb|24-Anfrage. "Zunächst informieren Mitarbeitende der DB über die geänderte Hausordnung, zudem weisen Durchsagen und Aushänge im Bahnhof darauf hin." Bei Verstößen könnten Platzverweise ausgesprochen werden, in Wiederholungsfällen auch ein Hausverbot. Wer sich daran nicht halte, müsse mit einem Strafantrag bei der Bundespolizei rechen, so die Bahnsprecherin. In den kommenden Wochen sollen in Abstimmung mit Kommunen, Behörden und Verwaltungen lokale Anpassungen von Hausordnungen besprochen werden, hieß es. Dabei solle erlaubt bleiben, Alkohol verschlossen im Gepäck oder aus Einkäufen mitzuführen, hieß es. Zu den betroffenen Bereichen der Bahnhöfe teilte die Bahn mit: "Das Alkoholkonsumverbot gilt im gesamten Bahnhofsbereich inklusive Bahnsteige und Zuwegungen. In einigen Kommunen zählen auch die Vorplätze dazu, die der DB gehören." Gleichzeitig könne es aber auch Ausnahmen bei den Bahnhöfen geben, wenn zum Beispiel die Gebäude nicht der Deutschen Bahn gehören. Bundesweit seien bereits 30 deutsche Bahnhöfe alkoholfrei, so der Konzern, etwa die Hauptbahnhöfe in Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln oder München. Die Bahn habe mit bisherigen Alkoholkonsumverboten "sehr positive Erfahrungen gemacht", teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Verbote hätten gezeigt, "dass deutlich weniger Müll anfällt und das Verbot auch dazu beiträgt, Gewaltkriminalität, Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss zu verringern, wie zum Beispiel am Hamburger Hauptbahnhof." Dadurch verbessere sich das Sicherheitsgefühl für Reisende und der Reinigungsaufwand gehe zurück. In den Zügen der Deutschen Bahn gibt es bisher kein generelles Alkoholverbot. In den Fernzügen der Bahn gebe es derzeit keine Pläne, ein generelles Alkoholverbot einzuführen, teilte ein Konzernsprecher mit. In den Bordbistros verkauft die Bahn selbst alkoholische Getränke. Auch mitgebrachten Alkohol könnten die Fahrgäste an Bord der Züge trinken, "sofern dies in angemessenem Rahmen geschieht und Mitreisende nicht gestört werden". Das A und O sei die gegenseitige Rücksichtnahme. Im Regionalverkehr gibt es den Angaben zufolge keine bundeseinheitliche Regelung. Einige Verbünde, etwa in Hamburg, Köln, München oder Nürnberg, untersagten den Alkoholkonsum in den Regionalbahnen generell. Wer eine Gefahr für andere Fahrgäste oder die Sicherheit und Ordnung des Betriebs darstelle, könne generell des Zugs verwiesen werden. Der Brandenburger Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) begrüßte den Schritt der Deutschen Bahn: "Ich bin dafür, dass wir einen klaren Schnitt machen: Kein Alkohol an den Bahnhöfen und kein Alkohol in den Zügen. Punkt", teilte Crumbach mit. "Wer reisen will, soll sicher und in Ruhe reisen können – ohne dass neben ihm jemand mit der Bierflasche schwankt oder andere anpöbelt." Der nächste logische Schritt sei für ihn, Alkohol im gesämten öffentlichen Nahverkehr zu untersagen - also auch in S-Bahnen und Bussen. Bei nüchternen Fahrgästen erwarte er weniger Eskalationen, Beschimpfungen und Gewalt.

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