Deutsche Bahn: Verkehrsminister Bilger startet Dienstreise mit ICE
Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg war zuletzt vor allem aufgrund der Sanierungsarbeiten und Verspätungen in den Schlagzeilen. Nun hat der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) zu Beginn seiner Sommerreise offenbar selbst Bekanntschaft mit Problemen beim Bahnfahren gemacht. Im ICE vom Berliner Hauptbahnhof nach Hamburg musste Bilger am Morgen den Wagen wechseln, wie die »Rheinische Post« berichtete . In der zweiten Klasse des Zuges war demnach die Klimaanlage ausgefallen, der Wagen wurde geräumt und anschließend gesperrt. Bilger will sich bei der zweitägigen Reise etwa im schleswig-holsteinischen Pinneberg und Kiel über die Sicherheit in Zügen und die Sauberkeit an Bahnhöfen informieren. Am Wochenende hatte er angekündigt, die Bonuszahlungen der Manager der Deutschen Bahn (DB) an vom Bund vorgegebenen Zielen auszurichten, etwa der Pünktlichkeit. Vereinbart mit der Bahn sei aktuell bis 2029 im Fernverkehr eine Pünktlichkeit von 70 Prozent der Züge, sagte Bilger der »Bild am Sonntag«. 100 Prozent werde es »absehbar nicht geben«. Bilgers geschasster Vorgänger hatte Ende Juni im Interview mit der »Rheinischen Post« noch über Klimaanlagen bei der Bahn gesprochen – und darüber, dass die Probleme nicht mehr so gravierend seien. »Die Bahn hat an ihren sommerbedingten Problemen gearbeitet und aus den Vorkommnissen der vergangenen Jahre gelernt«, sagte Patrick Schnieder (CDU) demnach. Es gebe mobile Teams, die mögliche Probleme bei Klimaanlagen schnell beheben könnten. Allerdings lasse es sich bei extremer Hitze nicht ganz ausschließen, dass auch die Infrastruktur versage, fügte er damals bereits hinzu.