Deutsche Bahn: Warum Mitarbeiter den neuen Markenauftritt heftig kritisieren
Berlin. Montag, 25. August, 8.48 Uhr. In DB Planet, dem Intranet der Deutschen Bahn, erscheint ein Interview mit Jens-Oliver Voß, dem Leiter Kommunikation und Marketing. Ein „Weiter so“ sei keine Option. „Wir wollen nicht mehr so sein wie früher“, sagt Voß. „Wir wollen eine Bahn werden, auf die man stolz sein kann.“
Die Bahn müsse ihren Kundinnen und Kunden wieder das bieten, was sie zu Recht erwarten. Voß: „Jetzt sorgen wir dafür, dass man diesen Anspruch merken, fühlen und eben auch sehen kann – mit einem neuen, frischen Markenauftritt, der diesem Wandel ein Gesicht gibt.“
Ein einheitliches Design erhöhe die Wiedererkennbarkeit der Marke, sagt Voß. „Und es senkt dramatisch die Kosten.“ Sein Appell an die Belegschaft: „Der Erfolg des neuen Markenauftritts hängt von uns allen ab.“
Der erste Widerspruch kommt postwendend. „Das senkt aus meiner Sicht überhaupt keine Kosten, es verursacht erstmal enorme Kosten und Aufwand“, schreibt ein Mitarbeiter um 11.15 Uhr. „Das wirkt doch, als hätten wir bei der DB sonst nichts zu tun, als an unserem Marken-Design rumzuschrauben.“