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Deutsche Bewerbung für Olympia: Kuratorium ruft Eralp zu Dialog über Berliner Olympiabewerbung auf

Sport

Das Kuratorium der Berliner Olympiabewerbung hat die Linkenkandidatin Elif Eralp aufgefordert, ihre ablehnende Haltung zu überdenken. »Der Wahlkampf ist vorbei«, teilte das Gremium mit. Eralp solle sich die Zeit nehmen, »das gemeinsam erarbeitete Konzept sorgfältig anzuschauen«, hieß es mit Blick auf einen überarbeiteten Entwurf vom Juni. Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) über die deutsche Olympiabewerbung.

Eine Entscheidung von solcher Tragweite, hieß es weiter, dürfe nicht vorschnell getroffen werden. Das Kuratorium, dem auch der Linkspolitiker Dietmar Bartsch angehört, forderte Eralp auf, vor der Entscheidung am Samstag in einen Dialog einzutreten. Eine Mehrheit im Berliner Abgeordnetenhaus habe für die Bewerbung gestimmt, heißt es in dem Schreiben, das 20 Kuratoriumsmitglieder unterzeichnet haben.

Eralp sieht Bewerbung als »Steuergeldverschwendung«

Eralp hatte nach ihrem Wahlerfolg eine Olympiabewerbung Berlins erneut klar abgelehnt. Bereits die bei der Bewerbung entstandenen Kosten bezeichnete sie als »Steuergeldverschwendung«. In einer Bewerbung habe sie bisher keinen Vorteil für das Land gesehen. »Und das sehe ich auch heute noch so.« Die Berlinerinnen und Berliner hätten bei der Wahl auch gegen Olympia gestimmt.

Der Olympiabeauftragte Berlins, Kaweh Niroomand, setzt sich weiter für die Bewerbung der Hauptstadt ein. Er werde das Gespräch suchen, »um noch rechtzeitig ein positives Signal an den deutschen Sport schicken zu können«, sagte Niroomand der Welt. Er bedauere, dass die Bewerbung in Berlin nicht durch ein Referendum demokratisch zusätzlich legitimiert werden konnte.

NOlympia-Initiative wendet sich an DOSB

In den anderen Bewerberregionen München, Hamburg und Köln mit dem Rhein-Ruhr-Gebiet hatte die Bevölkerung über eine Bewerbung für die Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 abgestimmt. Die Berliner Verfassung schließt eine Abstimmung hingegen aus.

Ebenfalls nach der Berlinwahl wandte sich das Bündnis NOlympia an den DOSB. Worum es in dem Schreiben geht, will die Initiative am Donnerstag öffentlich machen. NOlympia setzt sich seit Jahren gegen deutsche Olympiabewerbungen ein und fordert stattdessen eine breitere Unterstützung für den Amateursport.

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