Deutsche Fleischerei meldet nach 33 Jahren Insolvenz an - Wurst und Fleisch wird bei Kaufland und Netto verkauft
Der Fleischverarbeiter Torney Landfleischerei Pripsleben befindet sich in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ (LZ) berichtet, hat das Amtsgericht Neubrandenburg das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Für die Kunden ändert sich vorerst nichts. Sowohl Produktion als auch Auslieferung und Filialen laufen unverändert weiter. Steigende Kosten und zurückhaltende Kauflaune zwingen Wurst-Hersteller in die Insolvenz Der Betrieb, der rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, beliefert seit den frühen 1990er-Jahren Supermärkte der Region mit frischen Fleisch-, Wurst- und Feinkostwaren. Auf der Homepage des Unternehmens sind aktuell 13 eigene Flilialen gelistet. Viele davon befinden sich im Vorkassenbereich von Kaufland-Filialen und Netto-Märkten. Als Hauptgründe für die finanzielle Schieflage gelten verteuerte Produktionsbedingungen sowie die zurückhaltende Kauflaune der Verbraucher. Dennoch zeigt sich die Geschäftsführung optimistisch für die Zukunft des Herstellers. Insolventer Wurst-Hersteller erwägt auch die Suche nach Investoren „Die Produktion ist ausgelastet, die Marke gibt es in der Region seit über dreißig Jahren, und unsere Kunden zahlen zuverlässig“, erklärt Geschäftsführer Michael Witt, der den Traditionsbetrieb erst seit Kurzem leitet. Um die Krise zu bewältigen, wird laut „LZ“ entweder eine finanzielle Sanierung aus eigener Kraft über einen Insolvenzplan angestrebt oder ein neuer Investor gesucht. ANZEIGE ANZEIGE Torney-Verbund: Insolvente Fleischerei gehört zu traditionsreichem Unternehmen Die Geschichte des Torney-Verbunds begann nach der Wende in Pripsleben. Aufgrund niedriger Tierpreise wurde beschlossen, das Fleisch selbst zu schlachten, zu verarbeiten und direkt zu verkaufen, so die eigenen Angaben zur Unternehmensgeschichte. Neben der Fleischerei gehören auch die Torney Milch und Fleisch eG sowie die Torney Mutterkuh GmbH zum Verbund.