DAX -0,12 % 26.170,05 Pkt 09:25:40 MDAX -0,31 % 32.459,11 Pkt 09:25:37 Euro Stoxx 50 +0,49 % 6.508,58 Pkt 09:25:30 Dow Jones +0,49 % 54.349,12 Pkt 23:22:16 S&P 500 -0,17 % 7.723,55 Pkt 22:41:45 Nasdaq -0,83 % 26.363,44 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,93 % 65.683,26 Pkt 08:45:03 Gold +1,76 % 4.320,70 USD 09:30:18 Silber +0,00 % 62,10 USD 09:30:34 Brent +0,24 % 79,64 USD 09:30:11 WTI -0,03 % 75,20 USD 09:30:31 Bitcoin +0,29 % 64.786,20 USD 09:40:35 EUR/USD +0,12 % 1,15460 USD 09:39:57 EUR/GBP +0,06 % 0,85780 GBP 09:40:39 EUR/CHF +0,04 % 0,93340 CHF 09:40:42 EUR/JPY +0,19 % 182,206 JPY 09:40:40

Deutsche Industrie überrascht mit kräftigem Auftragsplus - Siemens meldet Rekordquartal

Allgemein

Allerdings gibt es auch zwei Wermutstropfen: Ohne Großaufträge wären die Bestellungen geschrumpft, zudem wurde der Mai-Zuwachs nachträglich um 0,3 Prozent nach unten korrigiert (bisher: 1,9 Prozent). Während die Bestellungen aus der Eurozone um 14,0 Prozent zurückgingen, legten die aus ‌dem übrigen Ausland um 10,2 Prozent zu. Die Inlandsaufträge ​stiegen um 7,8 Prozent. Hinter den Großaufträgen aus dem außereuropäischen Ausland steckt laut einem Bericht des »Handelsblatts« auch der Rechenzentrums-Boom in den USA. Von ihm profitierten deutsche Konzerne enorm. Zu den Gewinnern des massiven Zubaus in Übersee zählen demnach die deutschen Konzerne Siemens, Siemens Energy und RWE. Aber auch für die Unternehmen Hochtief, 2G, Deutz, Pfisterer und Technotrans sei der Ausbau der Rechenzentren und der Strominfrastruktur in den USA ein gutes Geschäft. Die Aktien der jeweiligen Unternehmen seien binnen eines Jahres zwischen 22 und 130 Prozent gestiegen. Bankökonom spricht schon von »Trendwende« Siemens hat im vergangenen Quartal gar einen Rekordauftragseingang verzeichnet und rechnet nun mit einem besseren Ergebnis. Als Hintergrund für die guten Zahlen gilt bei Siemens vor allem das robuste Digitalgeschäft. Neben dem Ausbau von KI-Rechenzentren kommen dem Konzern auch die zunehmende Industrieautomatisierung sowie das Softwaregeschäft zugute. »Unsere technologische Führerschaft in allen Geschäften, der klare Fokus auf industrielle KI sowie die starke Positionierung in attraktiven Märkten treiben unser profitables Wachstum voran«, sagte Konzernchef Roland Busch. Der Umsatz stieg von März bis Juni, im dritten Quartal des Siemens-Geschäftsjahres 2025/26, um sieben Prozent auf rund 20,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis im Industriegeschäft legte um ein Viertel auf 3,5 Milliarden Euro zu. Der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, spricht angesichts der guten Auftragseingänge bereits von einer »Trendwende«, die vollzogen worden sei. Die Aufträge seien »die Grundlage für eine mittelfristige Produktionsausweitung« und höheres Wachstum in der Zukunft. Die Konjunktur laufe etwas besser als ​gedacht, sagte auch der Ökonom der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Jens-Oliver Niklasch. Er verwies aber auf Risiken wie den in den vergangenen Monaten stark schwankenden Ölpreis. »Und mit den ⁠Pegelständen der großen ⁠Flüsse ist ein neues Abwärtsrisiko dazugekommen.« Das Niedrigwasser auf Europas wichtigster Wasserstraße, dem Rhein, behindert seit Tagen die Binnenschifffahrt und kann Lieferketten unterbrechen, was wiederum die Produktion ausbremsen könnte.

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