Deutsche Industrie verliert 177.000 Arbeitsplätze in einem Jahr
177.000 – so viele Arbeitsplätze hat die deutsche Industrie im vergangenen Jahr verloren. Das gab die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg bekannt . Demnach gingen allein in der Autoindustrie und bei ihren Zulieferern 52.000 Jobs verloren, in der übrigen Metallindustrie wurden 24.000, im Maschinenbau 28.000 Arbeitsplätze abgebaut. Im Dezember 2025 seien somit noch 6,5 Millionen Menschen im verarbeitenden Gewerbe sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Dies entspricht fast einem Fünftel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Insgesamt sei die Beschäftigung über alle Wirtschaftszweige hinweg um 108.000 gesunken. Die Zuwächse in anderen Branchen hätten die Verluste in der Industrie nicht auffangen können, heißt es von der Bundesagentur weiter. Zehntausende Jobs in Bayern gefährdet Die Metall- und Elektroindustrie ist Bayerns wichtigster Wirtschaftszweig – und seit sieben Jahren nahezu kontinuierlich in der Krise. Auch in diesem Jahr ist die Produktion der bayerischen Industrie insgesamt bislang geschrumpft, wie das Landesamt für Statistik meldete. Dort könnten in diesem und im nächsten Jahr bis zu 40.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die beiden Arbeitgeberverbände bayme und vbm erwarten für dieses Jahr den Abbau von 20.000 Stellen, im nächsten Jahr könnte sich das in ähnlicher Größenordnung fortsetzen. Das berichtete Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in München. Die deutsche Industrie war jahrzehntelang der Treiber der Wirtschaft. Doch eine Studie zeigt, wie ausgerechnet in den Schlüsselbranchen massiv Marktanteile verloren gehen. Der große Nutznießer heißt China. Diese Grafiken zeigen , wie stark Deutschlands Industrie zurückfällt.