Deutsche Maschinenbauer fordern besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China
Deutschlands Maschinen- und Anlagenbau will einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China. Der Branchenverband VDMA hat ein entsprechendes Positionspapier aus dem vergangenen Sommer verschärft. »Wir respektieren die Leistungen unserer chinesischen Konkurrenz«, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Bertram Kawlath. Inzwischen seien aber die Wettbewerbsverzerrungen durch China und chinesische Unternehmen umfassend dokumentiert. Daher brauche es wirksame Reaktionen von der EU, um faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen. »Wir dürfen nicht zulassen, dass wir zum Spielball von Subventionen, Dumping und Währungsmanipulation werden«, sagte er. »So viel Zeit haben wir nicht« Neu ist die Forderung nach Ausgleichszöllen auf Ebene der Warengruppen – also etwa Baumaschinen, wenn entsprechende Indizien für unfaire Wettbewerbspraktiken vorliegen. Derzeit untersuche die EU-Kommission Wettbewerbsverzerrungen bei jedem Produkt einzeln, statt beispielsweise in der Warengruppe Baumaschinen. »Es würde Jahrzehnte dauern, bis alle unfairen Wettbewerbsvorteile ausgeglichen sind. So viel Zeit haben wir nicht«, sagte VDMA-Außenwirtschafter Oliver Richtberg. Deutsche Patente wandern immer öfter in den Besitz Chinas. Ökonom Oliver Koppel warnt vor diesem Know-how-Abfluss. Und er rät zu einem harten Vorgehen gegen Konzerne aus der Volksrepublik, die hiesige Firmen übernehmen wollen. Lesen Sie hier mehr.