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Deutsche Molkerei insolvent: Lieferanten drehen den Milch-Hahn ab

Wirtschaft

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München/Polling – Die Pleite ist noch nicht verdaut, da kommt bereits die nächste Hiobsbotschaft: Die bayerische Milcherzeugergemeinschaft (MeG Bayern) hat den Liefervertrag mit der insolventen Molkerei fristlos gekündigt.

Erst vor wenigen Tagen hat die Almil AG (Allgäuer Alpenmilchwerk) einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. 110 Mitarbeiter des Milchprodukte-Herstellers bangen um ihre Jobs. Zwar erklärte die Tochter des Branchen-Riesen Hochwald, dass der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werde. Auch das Geld für bereits gelieferte Milch soll gezahlt werden. Wie es aber mit dem Unternehmen aus Polling nun weitergeht, ist noch völlig offen.

Warum die Molkerei nicht mehr beliefert wird

Das war der Erzeugergemeinschaft, die 340 Milchbauern vertritt, aber augenscheinlich zu unsicher – aus wirtschaftlichen Gründen. Denn bei einer kompletten Almil-Pleite könnten sie auf ihrer Milch sitzen bleiben und müssten ihre produzierte Milch zu Billigpreisen dann buchstäblich verramschen. Gegenüber BILD bestätigt MeG-Geschäftsführer Markus Seemüller (53): „Wir haben zum 31. August den Vertrag fristlos gekündigt – wegen eines irreparablen Vertrauensverlustes. Mit weiteren Botschaften möchte ich mich aber aus rechtlichen Gründen aktuell in der Öffentlichkeit zurückhalten.“

Auf so viel Milch muss die Firma verzichten

Seemüller vertritt die Interessen der regionalen Milcherzeugergemeinschaften. Ziel der MeG ist es, die Verhandlungsposition der Milcherzeuger beim Vermarkten von Rohmilch zu stärken und diese gebündelt zu verkaufen. Er nennt aber die Größenordnung, die der jetzt gekündigte Liefervertrag mit Almil betrifft: „140 Millionen Kilogramm Milch im Jahr.“ Diese Milchmenge stammt nach seinen Angaben von 340 landwirtschaftlichen Höfen. „Das ist schon gewaltig!“

Was jetzt mit der Milch der Bauern passiert

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