Deutsche Spielerin in Wimbledon disqualifiziert, weil sie den Schläger wegwarf
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Da musste ihre ganze Wut raus, aber das Wie war falsch! Schlimme Entgleisung von der deutschen Tennis-Spielerin Ida Wobker (15) beim Juniorenturnier von Wimbledon. In ihrem Erstrundenmatch gegen die Rumänin Maria Valentina Pop (16) wirft sie frustriert einen Schläger auf den Boden, der von dort ins Publikum auf Court 11, einem kleinen Außenplatz, springt. Verletzt wird niemand. Doch die Regel ist klar: Nach BILD-Informationen wurde den Nachwuchsspielern gesagt, dass es eine sofortige Disqualifikation bedeutet, wenn Schläger auf diese Art „den Platz verlassen“. Wobker, die aus Glandorf bei Osnabrück stammt, und schon mit 14 den Sprung in die Weltrangliste schaffte, hat gerade ihren 44. leichten Fehler produziert. Es steht 0:6, 5:5, 0:40 aus ihrer Sicht, als sie die Wut über eines ihrer wohl schlechtesten Spiele packt. Die Nummer 689 der Welt lässt ihren Schläger dran glauben. Der springt in Richtung eines zum Glück leeren Platzes. Ihre Betreuerin bei der Agentur AceIn, Ex- Tennis -Bundestrainerin Barbara Rittner (53), fängt ihn auf. Der Schiedsrichter unterbricht das Match, telefoniert und holt die Oberschiedsrichterin. Die geht in die Ecke, in die der Schläger flog, und bekommt mitgeteilt, dass alle gesund sind. Nun spricht sie über Funk scheinbar mit der nächsthöheren Ebene. Danach spricht sie erst mit Wobker, dann mit Pop. Noch sieht es so aus, dass weitergespielt wird. Auch die Ballkinder sind noch da. Rittner zu BILD: „Es war ganz unglücklich. Eigentlich ist sie null aggressiv.“ Nach langen zehn Minuten kommt der Supervisor. Er spricht mit dem Stuhlschiedsrichter. Der verkündet schließlich die Entscheidung. Partie ist beendet, Wobker disqualifiziert. „Es ist todtraurig. Ich war dann mit ihr auch im Schiedsrichter-Büro. Sie hat nur geweint und schämt sich sehr. Aber sie wird daraus lernen“, sagt Rittner. Glück im Unglück: Im Doppel mit der Tschechin Denisa Zoldakova (18) darf sie antreten.